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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 7 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 7
Article
Neutestamentliche Studien
Date
1893-01-01
Page
Seite 301 (sequence 5)
Language
German
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Neutestamentliche Studien. 301 des Evangeliums von den aXXa ׳rcoXXa oaa eTOirjoev 6 T־fl<30öc; x. ׳c. X. die Eede ist, das Pfingstwunder einmal den Schluss des letzteren bildete und von da an den Anfang der Apg. gerathen ist. Dies um so mehr, da das Pfingstwunder nur im Lichte des Rabbinismus zu verstehen ist und daher gerade in den Rahmen des 4. Ev. sich passend einfLigen würde. Denn die Verknüpfung der sinaitischen Offenbarung mit dem Pfingstfeste ist rabbinisch. Das AT sagt darüber nichts. Desgleichen erinnert die Glossolalie, worin das Pfingstwunder sich änsserte, daran, dass schon das Synhedrialcollegium, wie nachmals das Apostelcollegium, durch diese wunderbare Gabe (יודעים בע׳ לשון Synh. 17a) sich auszeichnete. "Wie dem auch sein mag, so glaube ich im Torstehenden gezeigt za haben, auf welchem Wege und aus welchem Grunde die Palmen des Laubhüttenfestes, als Symbole der Versöhnung, von dem 4. Evangelisten mit dem Passahfeste in Verbindung gebracht worden sind. Die Triumphpalmen, welche im Jiiclenthnm fünf Tage nach der Versöhnung in Gebrauch kommen, erscheinen in der Chronologie des 4. Ev. um ebenso viel Tage früher. Die Sache ist aber weiter zu verfolgen. Die oben erwähnte Vorschrift für den Gebrauch der Palmen am Laubhüttenfeste lautet dahin, dass man sich derselben am ersten Tage (ביום הראשון ) bedienen solle. Es ist natürlich der erste Eesttag gemeint. Da aber dieser der fünfzehnte des (siebenten) Monats ist (welche Bezeichnung auch im unmittelbar vorhergehenden Verse gebraucht ist), so hat der Wechsel des Ordnungs-Zahlwortes zu der Auslegung geführt לאשון הלא ״ לחשבון עונותals der erste Tag wird der Anfangstag des Bestes deswegen bezeichnet, weil er der erste für das neue Sündenregister ist.“ Es fällt also Ende und Anfang auf diesen Tag zusammen, das Ende der alten Schuld und der Anfang der neuen. Diese Betonung des ״ersten Tagesa hat nun dazu geführt, den mit Palmzweigen begleiteten Einzug Jesu, den Beginn der Leidenswoche und der Versöhnung ebenfalls auf den ersten Tag, nämlich den ersten in der Woche, d. i. Sonntag anzusetzen, so dass dessen Heiligung nicht erst durch die Auferstehung erfolgt ist. Dieser Tag bildet hiernach auch Ende und Anfang, ersteres für die alte Religion, letzteren für die neue. An die liier dargethane Bedeutung der Palmen und des Einzugs-Sonntags, welche zusammen im 4. Ev. die Erfüllung des ersten Laubhüttenfesttages, als eines durch die Versöhnung geschaffenen neuen Lebensanfanges darstellen, erinnert die Uebung der alten Kirche, am Palmsonntage den

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