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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 6 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1893-01-01
Page
Seite 286 (sequence 3)
Language
German
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286 Besprechungen. vorletzten, und S. 575 ZI. 2, die Worte ומשפחתו tmcl לאמר ohne ■stichhaltigen Grund 1m Text gestrichen und in die Anmerkung gebracht worden. Während an diesen und anderen Stellen der Herausgeber in seinem Eifer, den Text von vermeintlichen Eehlern zu säubern, zu weit gegangen ist, hat er anderweitig nicht selten unentbehrliche Berichtigungen und äusserst nahe liegende Ergänzungen seiner Texte unterlassen. Derartige Lücken und Mängel können bei litterarischen Erzeugnissen wie den vorliegenden, deren Stil aus einem leichten Mosaik von in der Hegel bekannten Bibel- und Talmudstellen besteht, meist mit nahezu unfehlbarer Sicherheit beseitigt werden. Hier hat nun der Hebersetzer, Herr S. Baer in Bieber ich, der durch seine fleissigen massoretischen Studien und durch seine guten Ausgaben liturgischer Handbücher seit Jahrzehnten als ein tüchtiger Kenner der biblischen und liturgischen Litteratur bekannt ist, die meisten Unterlassungssünden des Herausgebers, und zwar häufig stillschweigend, berichtigt!-), und bei leichteren Stellen nur selten* I. 2 * * S.) die auf der Hand liegenden Berichtigungen übersehen. Freilich hat er auch selber hin und wieder Irrthümer, und zum Tlieil recht grobe, begangen^), die er bei seiner Belesenheit sehr wohl hätte vermeiden können, und sich besonders bei den vereinzelten, 1) So ist z. B. S. 1, ZI. 6, das einnlose מצאוהו nach II, S. 37, ZI. 4, in מצאונו and das., letzte Zeile הייח in היחח berichtigt; S. 7, Anm. f. die Lücke 17 .8 ,עוד אין [לנו] טוב,' Anm. e, f, g die Lücken והבל היא [אמונת] מכיריו nna [ובכל מעשיהם היו טפשים [ותפלים איבדו חכמתם ןבהבלם] שמו בטחוכם gut und richtig ausgefüiit, s. 25, zi. 9 v. a., וחשדו mit Hecht in ושיחדו העירונים berichtigt, s. 27, zi. 18, statt des falschen [חתו[עים gut [■הת ונעבד eingesetzt rmd die Lücken [ZI. 19 u. 31) [ה[תלוי und [בחועותכו richtig ergänzt, S. 84, ZI. 21, שהיו in שיהיו berichtigt, S. 87, letzte Zeile des Gedichtes, wo der Herausgeber das Chat aus I. Chr. 4,23 nicht erkannt hat, מרה in נדרה und S. 45, ZI. 13, das ganz unsinnige קדוש ״heilig“ in ״ קרושgeronnen“ verbessert, wobei nur noch (S. 136, Anm. 36) um die witzige Anspielung verständlicher zu machen., auf Succah 12a zu verweisen gewesen wäre. S. 47, ZI. 13 ist vor אומנות passend ותסס ו ergänzt, wofür vielleicht noch besser ואחזו, das vom Schreiber wegen des unmittelbar vorangpgangenen □ואחזו zum zweiten Mal übergangen sein mochte, hätte gesetzt werden mögen, und S. 77, ZI. 13, für בשנת richtig בשבת eingesetzt. 2) s.נ, zi. 10 ist nach 11, 36, zi. 6 v. u., gewiss eher [קבר תןרפותם als [קבר תןלוי ממזר zu ergänzen, wonach Anm. 15 auf S. 82 zu modificieren wäre. Ebenso ist vermuthlich für [בבן ה\.כידה [das., ZI 18) eher nach II, 37, ZI. 2, [בבן הגומה zu setzen. S. 2, ZI. 16, hätte einfach בחצר ההגמון (statt בחדר) nach dem klaren Zeugniss zweier Handschriften (II, S. 38, Anm. p. und III, S. 49, ZI. 5 v. u.) in den Text gesetzt werden können. Damit wäre zugleich Anm. 43 auf S. 85 erledigt gewesen. S. 4, ZI. 6, Ist wohl [לקיר [תהום zu setzen. S. 15, ZI. 4. ist vor השמיעו nach Jer. 48,4 einfach מעקה zu ergänzen. (Baer, S. 111, hat die Stelle überhaupt au übersetzen vergessen.) S. 35, vorl. Zeile, muss in dem Satze השוק האמת ונטוש הקושר das letzte Wort sehr wahrscheinlich השקר gelesen werden, S. 70, letzte Zeile ist nach Zunz, LG 3 23, ohne Frage ביום 1' כ״ח לחדש שבט zu setzen. Baers Vorschlag, (S. 215, Anm. 6), den 24. ״Klslew“ zu ergänzen, ist unhaltbar, weil, wie der Zusammenhang crgiebt, von einem Datum zwischen Chanuckah (26. Kislew) und dem 13. Adar I die Bede ist. Aus demselben Grande ist auch der Gedanke an Freitag, 24. Adar II, ausgeschlossen. 3) Hier ein kleines Verzeichnis, das auf Vollständigkeit keinen Anspruch macht: S. 82 u. 153 sind □עזי פכי freche Menschen nnd nicht freche Gesichter. Die letzteren würden סכים עדות heissen, s. 80, Anm. 61 und s. [)5, Anm. 121 sind אדום und אדום הרשעה nicht ״Nicfcujuden“, sondern Christen, wie richtig S. 89, Anm. 74 zu בני שעיר bemerkt wird. 8. 86, ZI. 9 v. u., und bänfig (z. B. SS. 90, 92, 94, 95, 102, 103 u. s. w.) sind תועיכם überall Kreuzfahrer, und nicht ״Irrende“, wie auch S- 91, ZI. 2 und an mehreren anderen Stellen richtig übersetzt ist. S. 88, Anm. 67, ist עדח □י מנה nicht eine ״zahlreiche Gemeinde“, sondern nach IV M. 23,10 ohne Weiteres die Gemeinde Jacobs. S. 89, Anm. 77 sind מרי דלי bekanntlich nach Jes. 40,15 die ״Tropfen am Eimer“, d. h. DDJJ. Die Emendation מלי הלב ist ganz smnlO'S. Das., ZI. 5 v. u. heisst נלך בדרך תעותכו einfach: ״wir wollen die Kreuzfahrt foitselztn“. S. 91, Anm. 90. Die Kreuzfahrer stürzten sich nicht auf die Städter dies״: Bürger), sondern auf die Juden. S. 93, Anno. 107 sind מסומנים nicht ״Gezeichnete“, sondern ״Bezeichnete“, nämlich mit dem Kreuze. S. 98, ZL 3, ist wahrscheinlich nicht von Gesetzrollen- Schreibern, sondern eher von Gemeinde-Schreibern, Notaren die Rede. Ich möchte meinen, dass sich dem Schriftsteller (S. 7, letzte Zeile), da er wohl das אנא הבט aus dem Gedächtniss citierte, die Worte verschoben haben, und er ursprünglich habe schreiben wollen ודמי פרנסים בחזניהם ודכ?י דיינים בסוסריהים <vg1. geiichotb, ed. Fürstenthai, s. 181). s. 102, zi. 2, ist אור החיים nicht das . ״Licht der Ewiglebenden“, sondern das Liebt des Lebens, wie auch S. 104 richtig

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