Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Schiur Komah
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 15)
- Language
- German
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Das Soliiur Komah. 227 Zuerst wird der Kampf zwischen Gfott und dem Satan ausführlich geschildert. Darauf folgt: ״Saturnus sagt: Aber wie ist der Kopf unseres Täters? Salomon antwortet: Unser Tater hat einen Kopf von Gold und Haare von Silber; und wenn alle Gewässer der Erde sich mit den himmlischen Gewässern vereinigen würden und auf die Erde und die darauf lebenden Geschöpfe sich stürzen würden, so würden sie alle unter einer Locke Gottes trocken bleiben. Seine Augen sind zwölftausendmal leuchtender als die Erde, auch wenn diese durchgehends mit blühenden Lilien bedeckt, und wenn auf jedem Blatte derselben zwölf Sonnen wären, und wenn auf jeder Blume zwölf Monde und jeder Mond zwölftausendmal leuchtender wäre, als er es war, bevor Abel erschlagen wurde.“ ״Saturn fragt: Aber wie sieht das gute Herz unseres Taters aus?u ״Salomon antwortet: Sein Herz leuchtet zwölftausendmal heller als die sieben Himmel, die über uns sind, auch wenn sie im Feuer des jüngsten Gerichtes brennen würden, und die ganze Erde unter ihnen eine Flamme wäre und eine feurige Zunge, einen goldenen Schlund und einen hellerleuchteten Mund hätte. Und wenn die Welt von Adam an wieder erneuert (zum Lehen gerufen] würde, und wenn jeder Mensch die zwölf Weisheiten des Abraham, Isaak und Jakob besässe und dreihundert Jahre leben würde, so würde er doch nicht im Stande sein, die Weisheit der Zunge Gottes zu erfassen, noch die Ausdehnung ihrer Macht. Und seine Arme sind zwölftausendmal länger als alle Bäume der Erde, die von geschickten Zimmermeistern einer an den andern gefügt wären und mit Gold und Silber und Edelsteinen vom Paradiese bedeckt wären. Und seine Hände sind grösser als zwölf Welten in Eins vereinigt. Und der hl. Gesang, i. e.: Gott, hat goldene Finger;^) jeder Finger ist dreissigtausendmal länger als diese ganze Welt. In der rechten Hand hält er ein goldenes Schwert, welches jedoch verschieden ist von allen anderen ähnlichen Waffen. Dessen Glanz ist viel leuchtender und schöner als das aller himmlischer Gestirne und alles Gold und Silbergeschmeide zusammen, das auf der Erde sich befindet. Die rechte Schneide ist viel weicher und sanfter, als alle Wohlgerüche der Welt, und die linke Schneide dieser selben Waffe ist schärfer und viel 1) cf. die Stelle bei Agobaid, wo es heisst, dass Gott steife Eiliger habe. Graetz, a. a. 0. p. 111,