Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Schiur Komah
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 9)
- Language
- German
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Das Schiur Komab. 221 Kapitel heraus, ־welche nach meiner Ueberzeugung geeignet sind, einiges Licht über den Ursprung derselben zu verbreiten und besonders zu beweisen, dass darin unser Schiur Komali wieder zu finden ist. Es wird sich daraus zugleich ergeben, dass wir damit auch der Lösung des Problemes des Sefer Jezira näher kommen werden. Ich beschränke mich zunächst auf das Schiur Komah. Dem Sefer Jezira wird der zweite Theil dieser Untersuchung speciell gewidmet werden. Bei Irenaeus XYI, 1. lesen wir: ,,Dieser Markus gibt sich allein für den Empfängnissort der colobarsisc-hen Sige aus, weil er ihr Eingeborener sei und hat den Samen des Abfalls, der in ihn gelegt worden ist, ungefähr auf diese Art geboren. Die erhabenste Tierheit sei aus jenen unsichtbaren und namenlosen Bäumen in weiblicher Gestalt zu ihm herabgekommen, denn ihre männliche Gestalt konnte von der Welt nicht ertragen werden, und habe ihm ihre Wesenheit und den Ursprung aller Dinge offenbart und mit folgenden Worten bekannt gemacht: ״Als zuerst der vaterlose Tater, welcher weder mit dem Gedanken erfasst wird, noch eine Substanz hat, und der weder Mann noch Weib ist, wollte, dass das Unaussprechliche in ihm aussprechbar gemacht und das Unsichtbare ihm ähnlich gemacht werde, öffnete er seinen Mund und brachte ein Wort hervor, das ihm ähnlich war; dieses stellte sich zu ihm und zeigte, was es war, indem es als die Gestalt des Unsichtbaren erschien.“ Ich übergehe nun die Aussprechnng selbst und die sich daran knüpfenden Speculationen und komme ausführlicher auf dieselben zurück, im Zusammenhänge mit dem Sefer Jezira, da sie dort ihre gegenseitige Beleuchtung und Erklärung erhalten. Irenaeus fährt nun, c. XIY, § 3, folgendermassen fort, indem er die Worte des Markus wörtlich widergiebt: ״Dieses habe ihm die ״Tierheit“ erklärt und gesagt. Ich will Dir nun die Wahrheit selbst vor Augen stellen, denn ich habe sie aus den oberen Wohnungen herabgeholt, damit Du sie nackt sehest, ihre Schönheit erblickest, ja sogar sie reden hörst und ihre Weisheit bewunderst. Schaue also auf ihr Haupt das a und co, den Hals ß und <J׳b auf die Schultern und Hände ך und y, die Brust 0 und cp, das Zwerchfell 8 und 0, den Bücken C und ׳c, den Bauch yj und a, die Schenkel י8־ und p, die Kniee 1 und tc, die Schienbeine % und 0, die Knöchel X und £, die Eiisse p, und v. Dieses ist nach der Ansicht des Magiers der Körper der Wahrheit,