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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 4 · p. Seite 195

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 4
Article
Die ersten Emancipationsbestrebungen der Juden in Breslau
Date
1893-01-01
Page
Seite 195 (sequence 8)
Language
German
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Emaneipations-Bestrebungen in Breslau. 195 kasse und durch zu entrichtendes Schulgeld geschehen.“ Die Ausführung dieses Paragraphen lag dem Minister nicht minder am Herzen wie seinem Urheber Zimmermann, und mit regstem Eifer that man bald die geeigneten Schritte. Bereits bei (Jebersendung des neuen Gesetzes, am 4. Juni 1790, hatte die Regierung dem Assessor den Auftrag erteilt, ״Alles anzuwenden, dass die zu errichtende Schule in einen guten Zustand yersetzt werde; zu dem Ende habe sich derselbe mit dem Rektor Schummel wegen eines zu entwerfenden Planes zu vereinigen und bemüht zu sein, tüchtige Lehrer auszumitteln, die der Sache gewachsen sind.“ *) Mitten in all5 den Bewegungen, welche die Ausführung des neuen Gesetzes hervorrief, wurden auch die ersten Schritte zur Errichtung der Schule gethan, die den Zweck haben sollte, Aufklärung und Bildung unter den Juden Breslaus zu verbreiten. ImAngust 1790 bat die Gemeinde in den! Dankschreiben, das sie an Hoym für die Verfassung richtete, zugleich um einen Vorschuss zur Errichtung der Schule, der auch bereitwilligst in Höhe von 10,000 Thalern gewährt wurde. Die Eintrittsgelder, welche die neuen Schutzjuden und Stammnumeristen zu zahlen hatten, sollten laut Kammerbefehl zur Schulkasse fliessen, so dass bald ein Fonds von 22,000 Thalern zur Verfügung stand. Später wurden der Schulkasse durch die Regierung ausser dem eingehenden Schulgelde noch andere Zuschüsse zugewiesen: nämlich die Hälfte des Geldes, das bei ausserhalb des Landes fallenden Erbschaften abgezogen wurde, und die Abgaben bei Transferierung erledigter Stammnummern auf andere Familien. Falls der Fonds nicht reichte, sollte die Gemeinde zuschiessen, und hierfür ganz besonders die Generalprivilegierten herangezogen werden. Das Gemeindehaus auf der Graupenstrasse wurde zur Aufnahme der Schule zweckmässig ausgebessert und eingerichtet; auch der Schulplan war bereits am 27. Juli der Kammer zur Prüfung ein gereicht worden. Johann Gottlieb Schummel1 2), Prorektor des Elisabeth- 1) (t, A. Einrichtung der Stam1r> nummern. 2) Gr. A. Methoden und Instruktionen I.

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