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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 4 · p. Seite 177

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 4
Article
Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1893-01-01
Page
Seite 177 (sequence 4)
Language
German
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Zar rabbin.isch.en Sprachu. Altertl1umskun.de. 177 oopiaii heissen, wie Diodor ausdrücklich bemerkt, dass die als Kind von Tauben ־wunderbarer Weise genährte Semiramis ihren Namen von der syrischen (assyrischen) Bezeichnung der Taube erhalten hat. Asarja dei Rossi, Meor Enajirn, c. 21, ed. Oassei, p. 242, wiederholt bei Gans, Zemach David, ed. Prag 1592, XI, 5, ist daher geneigt, nach dem Vorgänge älterer Exegeten in הרון היונה Jeremias 25, 38 und 46 הרב היונה, 16; 50, 16, ferner in עיר היונה Zephanja 3, 1 Anspielungen auf die assyrisch-babylonische Herrschaft, deren Symbol die Taube war, zu finden. Die Vulgata übersetzt an allen vier Stellen היונה mit columba. In der letzten Stelle soll Jerusalem als die Stadt, die in ihrer Versunkenheit Babylon gleichzustellen ist, bezeichnet werden. Auch das Bild der Taube, das die Samaritaner auf dem Berge Garizim besessen haben sollen, ist nach de Bossi babylonischen Ursprunges. Mit Becht bestreitet Luzzatto in seinem Commentare zu Jeremias 20 diesen Erklärungsversuch, besonders im Hinblick auf יעיר היונה Die Semiramissage ist auch im Talmud an der folgenden dunkeln, bisher unerklärt gebliebenen Stelle, Sabbat 63a, nachweisbar: אמר רחבה אמר רבי יהודה עצי ירושלים של קינמון היו ובשעה ־ ריחן נודף בכל ארץ ישראל (Var: שהיו מסיקין מהן(מסיקין אותו בתנור (Yar:ומשחרבה ירושלים נגנזו ולא - נשתייר אלא כשעורה(נשתייר מהם דצימצמאי מלכתא. (Var: ומשתכח בגואי(בי גוא Der Tradent dieser Stelle, Baekba, ein Schüler des B. Jehuda, lebte in Babylonien, und zwar in Pumbeditha (vergl., Juchasin, ed. Filipowski, 188), wo die •Kunde babylonischassyrischer Zustände und Alterthümer angenommen werden darf. Er schildert in überschwänglicher Weise die einstige durch die Zerstörung aufgehobene Fruchtbarkeit, Palästinas, speciell Jerusalems. Das hier erwähnte קינמון wird verschieden als Kassia (Maimonides), Aloeholz (Kimchi), Schoenanthus . (Nachmanides), oder Zimmt 7v1v\djj1{jt<opov erklärt, vgl. Abraham Portaleone, Schilte haggiborim, Mantua, 1612, c. 85, p. 90 a., Schönhak, Aruch, s. v. in der Anmerkung, und J. Löw, Pflanzennamen, 295, 346. Die Stelle ist also zu übersetzen: Rachba im Namen des B. Jehuda tradirt: Die Bäume Jerusalems waren (Aloe oder) Zimmtbäume. Wenn man dieselben zur Bäucherung (oder zum Heizen im Ofen) verbrannte, drang der Wohlgeruch durch ganz Palästina. Nach der Zerstörung Jerusalems blieb von denselben Nichts (oder nur ein Gerstenkörn gross) übrig, es findet sich davon in der Schatzkammer der' Königin ציימצמאי (Var.צמצמא ,צומצמאי,צטצמאי).

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