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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 3 · p. Seite 140

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 3
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 140 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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140 Das Testament Mardochai Meysels. 2°. Die Schuell soll bleiben in ihren Kräfften ewiglich, wie es zu ende vertragen ist worden1) mit dergemain. Privatpersonen. oder gesambte Nacherben sollen nichts können änderen und solle nichts davon gemindert werden; soll auch in Stadtbücher eingeschrieben werden, wrie er eine teutsche Abschrift gemacht hat2); und Niemand soll kein Sitz3) dörffen verkaufen; und von Nutzung oder Zinsen sollen die armen und elenden Leuth unterhalten werden, wrie Alles in dem Vertrag beschrieben ist; sollen auch die Erben nichts änderen können; und wegen ihrer eigenthümblichen Stellen4) sollen ihr Recht haben wie weiter folget: 3°. Das Panier soll zu ewigen Zeithen in die Schuell gehören und alle seine5 6) heyligen Sachen, als: sein Vorhang und sein Mandtele, Plech und seine Zehengebott5) doch die zwey Samuel, seiner Brüder Söhne, die sollen die Sachen darheimb halten; allein alle Festtagen sollen sie die obgemelte Sachen in die Schuell bringen. Jedoch bleibt es lieylig, ־wie obengemelt. 4°. Wegen seines Weibs Frummert und wegen des pergamentenen täglichen Bettbuchs, dann die fünf? Bücher Moysses auch von Pergament, wie auch ein Feyertag-Betthuch von Pergament, die erstgemelte drey Bücher sollen durch ein Löss zwischen derer Frummert und beeden Samuel getheillet werden, 5°. Dem Joseph, Sohn Salomon Seelr. soll man ihme geben Acht Taussend Gulden Kein, als nemblicli die Helifte in Bahrein zu seinen Händen, und die andere Helifte soll Platz fanden, weil (wie oben aas Emek ha-bacha angeführt) die Gelder für die Armer! bei Lebzeiten direct dem hoben Kabbi Lob übergeben wurden, ג) D. h. in einem Vertrage festgesetzt wurde. 2) Diese Eintragung ist, wenn sie überhaupt bei den Wirrnissen nach Meiseis Tode geschah, meines Wissens nicht mehr vorhanden. 3) In der Hoch- und in der Meiseisynagoge, der ihm nach dem Testamente zufällt. 4) Sitzstellen in den Synagogen, 5) Des Meisel. 6) Thorarollen.

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