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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 3 · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 3
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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134 Das Testament M&rdoeliai Meysels. irrelevant, nicht genau angeführt werden , sind die an Posen und Krakau mit je 10,000 Gulden auch auf dem Denksteine der Synagoge, dem Grabsteine, im Seder hadoroth und Zemach David erwähnt, die dritte mit einem so bedeutenden Da!lehen bedachte Gemeinde ist, nach dem Grabsteine und ״Zemach Davida, Jerusalem. Die Bestimmungen, betreffend die Meiseisynagoge, sind nicht ebenso klar wie die übrigen Punkte des Testamentes. Trotzdem zweimal des ״besonderen Vertrages‘4 erwähnt wird, den Meisel ״zuletzt“ mit der Gemeinde über dieselbe geschlossen hatte, wurde gerade sie später das Hauptobject des hundertjährigen Streites. Meisel betrachtete sie als sein Privatei genthum, und sie sollte ״für ewige Zeiten als Stiftung in Kraft bleiben.“ Die Bestimmung, dass ihr Keinerträgniss ״armen und elenden Leuten“ zu Gute kommen solle, erklärten die Juden ältesten in dem Sinne, dass sie als Stiftung der Gemeinde- Verwaltung unterstehen solle, während die Erben nach der C011fiscation des Hauptvermögens und nach ihrer eigenen Verarmung diese Zinsen für sich beanspruchten. Dieser secundäre Streit zwischen Gemeinde und Erben machte, wie wir oben gesehen haben, den Eisens erst darauf aufmerksam, dass er selbst sich dieses Gebäude habe entgehen lassen und führte zur endlichen Confiscation der Meiseisynagoge. Die im Testament getroffenen Bestimmungen über die MeisePschen Weihegeschenke in dieser Synagoge entsprechen ganz den auch heute noch in Prag üblichen Gepflogenheiten. Vorhänge, Mäntel, Tassen (״Plech“) und andere Weihegeschenke unserer Synagogen werden hier oft von den Spendern als ihr Privat- resp. Familien-Eigenthmn betrachtet und nicht selten das ganze Jahr hindurch mit Ausnahme der Festtage in ihrer Wohnung verwahrt. Diese Gepflogenheit hat ־ans zwei Inventarstücke der ursprünglichcn Meiseisynagoge trotz der verheerenden Brände von 1689 und 1755 bis auf den heutigen Tag gerettet, den im Testament erwähnten Vorhang und das ״ManterlV Dieselben

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