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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1892-01-01 · Heft 3 · p. Seite 133

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 3
Article
Das Testament Mardochai Meysels
Date
1892-01-01
Page
Seite 133 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Das Testament Mardochai Meysels. 133 Haussuchung später ja auch erwies. Die Grundstücke hätten doch für die Wittwe, selbst wenn sie, wie es scheint, viel jünger als der 73jährige Meisel war1), keinen Werth gehabt, da sie jedenfalls doch bereits in einem Alter war, wo sie an eine Wiederverheirathung nicht dachte. Die erwähnten auffallenden Thatsachen sind, dass auf der Grabinschrift der Frau Frumet Meisel2) trotz alles Eühmens gar nicht erwähnt ist, wessen Frau sie war, sondern sie nur als Frumet, Tochter des berühmten Isak Eofe (Lekarz) bezeichnet wird, dass ferner in der oben erwähnten Notiz des Fortsetzers des Emek habacha,3) sie ein fluchwürdiges Weib genannt wird, trotzdem alle übrigen Berichte und Inschrifteil übereinstimmend rühmen, dass sie an den edlen Werken ihres Mannes werkthätigen Antheil genommen habe, and dass sie ausser den kostbaren noch vorhandenen Synagogen-Paramenten namentlich einen hundert Kronen schweren Goldbecher in das Gotteshaus ihres Mannes geweiht habe. Diese überraschende Bezeichnung wird mit einer peinlichen Scene begründet, die sie ihrem Manne auf dessen Sterbebette bereitet habe, weil er ihr befohlen habe, einen grossen Theil seines Baargeldes dem hoben Eabbi Lob für die Armen zu übergeben. Wir wollen es nicht versuchen, diese höchst auffallenden., und dunklen Thatsachen durch Conjecturen aufzuklären und gehen zur näheren Beleuchtung der im Testamente erwähnten Gegenstände über. YondenDarlelienan die ״dreiGemeindencC, die im Testamente Punkt 5 erwähnt, in unserer Copie hier aber als für den Process 1) In dem oben abgedruckten Majestätsbriefe wegen der Erbauung der Meiseisynagoge heisst es noch: ״sowie seinem Weibe und deren Nachkommen 2) Sie starb 1625 (Schwat 5384) wie die Inschrift auf dem Meiselvorhange und ihre Grabinschrift beweist. Letztere nennt sie: ,הגבירה היקרה מרת פרומט בת הראש והמנהיג ר׳ יצחק רופא 3־) Editio Wiener, S. 141.

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