Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Pseudo-Saadja's und Elasar Rokeach's Commentare zum Jezira-Buche. Die Recension Saadja's
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 3)
- Language
- German
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Comraentare zum Jezira-Bnche. 119 Saadja lag nicht etwa eine von clen bekannten beiden Recensionen verschiedene vor, sondern er redigierte das Jezira-Buch nach seinem Gutdünken, und verlieh ihm eine neue Gestalt. Saadja betont am Schlüsse seiner Vorrede, dass das Jezira- Buch nicht schon von Abraham, sondern erst später niedergeschrieben wurde. Damit will Saadja sein Verfahren rechtfertigen: an einem Werke, welches sich lange Zeit mündlich erhalten hatte und erst später aufgezeichnet wurde, darf man wohl Umänderungen vornehmen. Wir begreifen dadurch, warum Saadja seinen Erklärungen den ganzen Text vorausschicken musste. Er selbst sagt darüber: ואחר שהגיע האומר להתחיל ולפרש זה הספר מפכים אני לי פדהו הלכה הלכה עד תומה ואחר כן אפרשהו לפי שאינו רב המציאה וגם רוב העולם אין בקיאי; בו פן יפול בו שנוי וחלוף. ונאמר תחלה שהוא שמנה פרקים כל אחר מהם יש לו עניין ובאור!). Das נתבת im Originale bedeutet wie ליפדהו in der lieber- Setzung ״fixieren“, und nicht ״transcrire11־ wie Lambert übersetzt. Saadja verschweigt hier den Hauptgrund, weshalb er den Text fixieren musste, aber an einer anderen Stelle verräth er ihn deutlich. Bekanntlich bringt die Recension Saadja’s die Abhandlung über die Buchstaben in die über die zweite Sephira hinein, während in allen anderen Recensionen Sephirot und Buchstaben streng von einander getrennt sind. Saadja ist nun bestrebt, diese neue Anordnung zu rechtfertigen und giebt den Grund dafür an. Er schreibt zu IV, 2: שתים רוח מרוח ... ובזה האויר נהיה המאמר ויפוררו בו העשרים ושתים אותיות ועשר ■ספירות ובם צויירו צורות הנפשות וכל הנמצא. ולפי׳ אספם אליהם באומר ההלכה השלישית. Die Neuerungen Saadja’s in Betreff der Anordnung des Textes des Jezira-Buches fanden wenig Anldang. Dunäsch macht dieselben Saadja zum Vorwurfe, und sagt: והרבה [ר׳ סעדיה] להכניס דברים אחרים אינם מעניני הברת קובץ עקר הספר ומיסדו, לכך ראיתי לעזוב מה שבידי מזולת כפר וה ולהתעסק בפירושו ולגלות מה שצפן בו קוצבו(קובצו.1) ואוספו הראשון, שנה רב סעדיה דל בעניניהם, והמקומות אשר טעה במו 2). Hier bezeugt Dunasch deutlich genug, dass Saadja am Jezira-Buche Aenderungen vorgenommen und demselben Ein- Schaltungen beigefügt hat. Zum besseren Verständniss Dunasch’s sei noch erwähnt, dass er ursprünglich die Absicht hatte, 1) Rach meiner Copie der Münchener Handschrift. 2) Rach meiner Copie des Münchener Cod.