Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Abermals über die Kalir-Frage
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 533 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829626-2829639-2877198--24512-2877223- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Yanai 1× ep/1033832
OCR text
Abermals über die Kalir-Frage. 533 überzeugend für die italienische Abstammung unseres Poetan. Elassr nämlich blühte im Anfänge des 8. Jahrhunderts. Wenn Derenbourg p. 435 schreibt: Die Zeit, in der Eleasar lebte, ne pouyait pas etre posterieure au commencement du 8 6ptiem esifecle, so ist das zweifellos nur ein kleiner lapsus calami. Denn auf derselben Seite setzt er Kalir: y6r8 l68 premieres annees du huitieme siede“ und p. 437 bemerkt Derenbourg gewissermaßen abschließend: ״Elasar, Sohn des Celer, aus Portus bei3fom est ne au commencement du huitieme siede״. Clasar lebte zu einer Zeit, in der die Herrschaft des Islam noch nicht über Spanien und Italien sich ausgebreitet hatte. Denn in seinen Piutim ist niemals die Rede von Jsmael, .sonderu nur ausschließlich von Edomi), womit nach dem Uebertritt der römischen Kaiser zum Christentum die Christen bezeichnet zu werden pflegten. (Derenbourg p. 435 unten). Genauer läßt sich Elasars Lebenszeit feststellen auf Grund eines Citats in dem Kommentar zum Sefer Jezirah von Saadjah Gaon (gest. 942), dessen ursprünglich angezweifelte Echtheit nunmehr als nachgewiesen gelten darf. (Ueber dieses Cilat, auf das zuerst in Jost's Annalen 1841 S. 70 hingewiesen worden ist, vgl. Landshuth, amude haaboda S. 30 und Derenbourg a. a. O. S. 434 Note 2). Auch in der Poetik des Saadjah: Jgaron verfaßt ca. 912, findet sich eine Stelle, in der er des Elasar erwähnt. Dieselbe lautet in der Uebersetzung: ״So oft ich einen Beleg aus den alten Dichtern, wie Jose ben Jose, Jannai, Elasar, Josua, Pinchas beibringen konnte, habe ich es gethan." Das arabische Original ist mitgeteilt von A. Harkawy in Stade's Zeitschrift für >1 Der Inhalt seiner Compofitionen setzt überall christliche Länder voraus, sagt Zunz Literaturgeschichte S. 33 und denkt an Palästina oder Syrien.