Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Abermals über die Kalir-Frage
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 531 (sequence 3)
- Language
- German
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Abermals über die Kalir-Arage. 531 kenne!! wollte (vgl. p. 436 des angegebenen Sa!nmelbandes). Es wäre demnach anzunehmen, daß Elasar — vielleicht der bes. seren Unterscheidung wegen — sich nicht Elasar Sohn Jacobs, sondern בירבי קליר nannte, (cfr. auch Zunz, Kerem chemed VI S. 8). Nicht minder schwierig ist die Angabe Ivo mpo. Ein Ort dieses Namens findet fich Josua 15,15 (Richter 1,11), doch ist die Lage desselben völlig unbekannt. Nichts destoweniger suchte man die Heimat Kalirs in Folge dessen in Palaestina (vgl. S. Caffel in Frankel's Zeitschrift 1846, S. 224—226). Zunz wollte in Ivo mp den Ort Lettere auf neapolitanischem Gebiet wiederfinden (Kerem chemed VI S. 8 ff.), Reggio identificierte es mit Civita di Penna und Luzzatto (Halichot Kedem 1845 p. 56—64) dachte au Pumbadita, das noch heute Sippara heiße. Dementsprechend herrschten auch die verschiedensten Ansichten über die Heimat und die Zeit Kalir's. Bald hielt inan ihn für einen Tannai, (vgl, Zunz Literaturgeschichte S. 34 Landshuth, Amude ha Adoda I S. 29), indem man ihn mit Eleasar den Simon oder mit Eleasar bei! Brach identificierte, bald hielt man ihn für einen Italiener, bald suchte man seine Heimat in Palästina, bald in Syrien (so z. B. Zunz, Literaturgeschichte S. 33), von anderen Vermutungen nicht zu reden. Derenbourg entscheidet fich dafür, daß Elasar ha Kalir ein Italiener gewesen und läßt ihn in Civitas Portus. der späteren Hafenstadt Roms nach der Versandung des Hafens von Ostium, geboren sein. Er sieht in isv mj? die wörtliche Nebersetzung von Crritas Portus, wobei allerdings ם®־־ zu lesen wäre. Von allen anderen Bedenken und Schwierigkeiten abgesehen, läßt sich nicht verhehlen, daß ivo in der Bedeutung ״Hafen" sich nur im Syrischen findet, (damit zusammenhängend im Aramäischen, vgl. Levy, Wb. zu den Targumim II, 183 a) und