Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Abermals über die Kalir-Frage
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 530 (sequence 2)
- Language
- German
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530 Abermals über di« Kalir-Frage. bestätigt finden wollte) '), so entstand die Ansicht, daß קליר nicht der eigentliche Name des Vaters des Poelan Elasar gewesen sein müsse, sondern einen Beinamen (cognomen) bezeichnet Zur Erklärung desselben gab schon der Aru ch s v. 'קלר ג einen Anhalt, indem er sagt, daß Elasar's Vater dem Knaben mit mystischen Inschriften versehene Aachen קלוריה zu essen gegebe n habe, deren Genuß Elasar seine vorzüglichen Geistesanlagen zu danke» hatte. Und hierzu bemerkt Lnzatto (Kerem chemed VI S. 5 vgl. auch Halichot Kedem S. 62): יש להשיב בי אבי «ל ר ׳ אלעזר היה הראשון שהמציא המנהג הוה והאכיל ארו בגו עוגה שכתב .כה קמיעה וקרה מקרה שהילד הצליח בתלמודו ואו התחילו כל העם לכנות את האב בשם קליר, כלומר בעל העוגה, ור■ אלעור האמין גם הוא כי העוגה הועילה לו להתפקה ולהצליח בתלמודו והיה מהזיק טובה לאביו שהאכילו העיגה ולתת כבור לשמו היה חותם בירכי קליר, על שם העוגה שאכל ונתפקח. 60 hübsch der Versuch auch sein mag, קליד in Verbindung mit קלורית zu bringen, so liebevoll auch Luzatto dieser Legende sich annahm, — vor einer ernsten Kritik wird sie schwerlich Stand Hallen können. M. Landau im Äruch, Rapoport und auch Reggio traten dieser Hypothese entgegen und Rapoport תולדות׳ הקליד S. 109 Nr. 16) suchte den Namen Kalir mit der Stadt Cagliari aus Sardinien in Beziehung zu setzen. Abgesehen davon, daß Elasar sich schwerlich einen Sohn des R. Kalir genannt haben dürfte, wenn Kalir einen Städtenamen bedeuten sollte, so ist die Deutung des קליד als eines Städtenamens schon deßhalb abzuweisen, weil Elasar selbst als seine Heimat קרית ספר angiebt. Es ist vielinehr als ein geschickter Griff von Derenbourq anzuerkeuuen, daß er in קליד ein cognomen und zwar das lateinische Oelsr (vgl. auch die Schreibart קיליר) erl) Vgl. hierüber Zunz in Kerem chemed VI E. 8, Landshuth amude haabodah I, S. 29.