Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der Ritus mit den Weidenzweigen am Hüttenfeste, sein Alter und seine Bedeutung
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 517 (sequence 9)
- Language
- German
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Der Ritus mit den Weidenzweigen «ui Hüttenfeste, 81? Au?stellen der Weiden an den Seite» der Altars. Dabei fungirten nur Priester. So faßten es auch einige Amoräer auf, wenn auch nicht mit völliger Entschiedenheit. R. Jochanan (p. 44a.): טי אמרה מטילה דלמא בזקיפה, und R. Joseph (43b). מאן ליטא לן חורבה מטילה רלמא בוקיפא- Den Einwand, welcher diesem Amoräer gegenüber von dem Passus:des Umkreisens des Altars mit Zweigen gemacht wurde: בכל מם ,טקיפין את הטובח פעם אתת ואותו היום סקופין את המזבח שבע פעמים — woraus gefolgert wurde, daß Priester dabei die Weiden in der Hand gehalten haben — widerlegt er mit Recht: das Umkreisen geschah nicht mit den Weiden, sondern mit dem Palmbündel טקיפק . . בלולב, wie es auch endgültig allgemein angenommen wird. Das Argument, welches für die Annahme angeführt wird, daß der Ritus mit den Weiden ähnlich dem mit dem Lulab sein müffe, d. h. sie in die Hand zu nehmen und Bsweguirgen damit zu machen, von dem Ausdruck חבוט ערבה in der Tosefta (0. S. 514), beweist gar nichts. Es ist damit nicht das m i t Absicht und zu einem rituellen Zweck Bewegen der Weidenzweig gemeint, sondern lediglich das unabsichtliche beim Aufjiellen am Altar. Diese Bedeutung hat eben 0) חבוט. S. 513). Neben diesem Ritus, der nur im Tempelvorhof für den Altar angewendet wurde, hat sich ein anderer ebenfalls mit Weidenzweigen ausgebildet, nämlich diese Zweige in die Hand zu nehmen und sie zu bewegen, aber nur an dem siebenten Tage des Hüttenfestes, und nicht im Tempelraum. Und diese Differenz ist nicht recht verstanden und daher auch der Ursprung dieses zweiten Ritus nicht erkannt worden. Die Verschiedenheit sie durchsetzte. Er fungirte nur 3 Monate, innerhalb welcher Zeit die Disputationen zwischen R' Jochanan b. Salta! und den Sadducäern fallen. Ananos war es, der am Versöhnungstag beit Weihrauch nach sadducäischer Interpretation dargebracht (vgl. Monatsschrift Jg. 18 ). Er hat demnach im Monat Tischri fungirt. Er mag also angeordnet haben, den Ritus mit Weidenzweigen am Sabbat zu vereiteln-