Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der Ritus mit den Weidenzweigen am Hüttenfeste, sein Alter und seine Bedeutung
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 515 (sequence 7)
- Language
- German
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Der Ritus mit den Weidenzweigen am Hüttenfest», 818 denn am siebenten Tage, um die Wichtigkeit dieses Ritus aus alter Zeit (gegenüber den Sadducäern) zu manifestiren.!) : Der RituS mit Weidenzweigen bestand also in Palästina lediglich darin, daß solche an den Wänden des Altars aufgestellt wurden, und zwar, wie gesagt, lediglich zur Dekoration des Altars, und nicht im Tragen oder Schütteln derselben. Der Ausdruck, welchen die Misch na dabei anwendet: וווקפין אותן (מורמות על ערכה) מירי המוכח, spricht doch zu deutlich dafür, als daß es verkannt werden könnte. Sie gebraucht denselbenAusdruck dafür in einer Erzählung von einem Vorgang im Tempel zur Zeit des siebenten Tages dieses Festes. Als dieser auf Sabbat gefallen war, hatte mau die Weidenzweige Tags vorher in den Tempelvorhof (in Wafserwannen) niedergelegt. Die Boethusäer hatten aber darüber schwere Steine gelegt, um sie den Augen zu entziehen und die Verwendung derselben am Sabbat zu verhindern. AIS sie nun am betreffenden Tage vermißt wurden, hat das anwesende Volk (aufgebracht gegen die Boethusäer) die Steine davon weggewälzt, und die Priester haben sie an dem Altar aufgestellt s). 1) Sukka 43 b ist angegeben ערבה בשמעי דחיא עבה כדי. לפרסמה ההירה p שהיא, es ist aber zu absolut gehalten, da doch anerkannte Autoritäten angenommen haben ערבה יסור נביאים oder מנהג נביאים, also nicht התורה p. t) Die Erzählung ist vollständig im Talmud erhalten, ist aber der Tosefta entlehnt, wo der Text aber durch Lässigkeit der Copisten unvollständig gegeben ist. Doch hat die Tosefta (Suk. III) hin und wieder richtigere L. A.פעם אחת חל שמעי מל ערבה להיות במכת והביאו מורביות מל ערבה מערב שבת והניחום בעורה והכירו כהן מיתוסין וכבשים תחת גדולות) למחר הכירו בהן עטי הארץ ושמטום T.) וכבשו עליהן) אבגים T,) וגררום והוציאום מתחת האבנים) והביאום הכהנים(וקפ ו ם T.) מתחת אבנים בצרי המוכה. לפי שאין בייתוסים מודים שחבוט ערבה דוחה את השבת. Aus diesen Vorfall bezieht sich offenbar der Passus in der Mischna מעשהו בשבח אלא שהיו מלקטין אותן מערב שבת ומגיהין אותן בגיגיות של יהב (?) בדי שלא יכמזשו. Die Mischna hat, wie immer, ein einmaliges Vorkommniß verallgemeinert und zum Gesetze erhoben. Auch die daran sich anschließende Erzählung steht wohl damit in Verbindung.