Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 21)
- Language
- German
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Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift. 1S3 Eicher ist zunächst aus dieser Notiz zu entnehmen, daß das ' im Worte חדרים thatsächlich in Ben-Aschers Codex mit einem Punkt versehen war, wie denn Strack in zwei Codd. die masoretische Notiz gesunden hat ועירי ם (a. a. O.). Ben-Ascher muß also nach dieser Notiz in Zweifel gewesen sein, ob vocalisirt werden soll חדרים oder ועירים. Darum hat er beide Zeichen gesetzt, und das Dagesch sollte offenbar andeuten, daß das y Auslaut sei, also ע zu punktiren. Das ist nur nach der eben gegebenen Auseinandersetzung erklärlich, daß der Punkt das qniesceas zum voraufgehenden Bocal bedeutet. Ein solch Dagesch wurde gar luxuriös angewendet, nämlich auch in dem Falle, wenn in der Mitte des Wortes zwei v o» callose Consonanten Vorkommen. In einigen Hand« schristen hat dann der zweite einen Punkt. In dem babylonischen Codex Metropolitan, ist diese Erscheinung regelmäßig. Sogleich im ersten Kapitel Jes.ארצכט מטמה, auch in א bei וינאמו, in ויטרחו יזרעאל :ר; allerdings stammt dieses Zeichen, wie überhaupt die Bocalisation in diesem Codex von späterer Hand. Aber gleichviel, es muß doch einmal Brauch gewesen sein, auf diese Art zu punktiren. Es findet sich noch in einigen Codd. Hamburg und Erfurt: ממלאכות, ,אשקלון ,קרנך "תשמר ני נב4עו. Neben diese Methode, den Auslaut oder das Schema quiesceas durch einen Punkt im nächsten Consonanten zu bezeichnen, אשקלון ,כרמל ויאפר טרסה, gab es noch eine andere, nämlich den vocallosen Consonanten s e l b st mit einen Punkte zu versehen. Diese Indikation ist eigentlich viel einfacher. Hat der Consonant keinen Punkt, so ist er moMle d. h. als Anlaut auszusprechen, dagegen qaiescens als Auslaut, wenn er mit einem Punkt veersehen ist. Daß der Punkt in diesem Falle nichts anders bedeutet.