Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Über die Bedeutung von tavera
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 4)
- Language
- German
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Ueber die Bedeutung von »תבר. Eine halachisch-kritifche Studie. 4S5 von תברא gehören, die man sonst nicht dazu zählt 1). Wir schließen unsere Betrachtung mit dem Ergebniß, daß der Ursprung von תברא im Jeruschalmi zu suchen sei und danach auch im buchstäblichen Sinne genommen werden muß, daß zwei von j) Vgl. Nedcirim 18 b Pesachim 55 a. Jeruschalmi weicht hier, wie es scheint, von Babli ad. Zur Mischnah וחכמים אוסרים ביהודה היו עושי! מלאכה בערבי פסחים עד חצות ובגליל לא היו עושק כל עיקר wird Jerusch, bemerkt הלילה ב״ש אוסרי! יב״ה סתורי! ער הנק התמה הא יום אסור worauf dann weiter felgt:!ר' יעקב בר אתא ,בשם ר׳ יוחג ר' לא בשם ר׳ אלעור שני תלמידים שנו אותה אסר ר' ועירה אשכחית אמר תלחא אינק חד אמר אסור ותר אמר מותר וחד אמר מנהג. In Jeruschalmi möchte man die Wort« שני תלמידים שנו אותה auf die vorstehende Mischna beziehen und die drei Tanna'lm, von weicher R. Lira spricht, wären vielleicht der Reihenfolge nach der Ueberlieferer der Streitfrage zwischen ב״ש und N"2. R. Jehuda und R. Me'ir, wenn auch aus der Tosephta eit. Babli Pesachim 2 "b sich eine Schwierigkeit ergeben sollte in Bezug auf die Ansicht R. Jehuda's. In Babli jedoch heißt es: מעיקרא תנא מנהגא ולבסוף תני איסורא worauf die Antwort R. Jvch.--.uans folgt הא ר״מ הא יהודה דתניא א״ר יהירה ביהודה היו עושין מלאכה בערבי פסחים עד חצית ובגליל ום׳ אמר לו ר' מאיר מאי ראייה יהורה וגליל לכאן אלא מקום שנהגו לעשות מלאכה בערבי פסחים עושי, מקום שנהגו שלא לעשות אין עושין מדקאמר ר״מ מנהגא מכלל רד׳ יהודה איסורא קאטר. Letztere Worte sind schwierig. Betrachtet mau die Bemerkung הא ר' מאיר הא ד' יהודה als authentisch, so muß angenommen werden, daß der Widerspruch sich beziehe auf den Schlußsatz unserer Mischna und Mischna VI 1. מקום שנהגו לעשות מלאכה בערבי פסחים עושק מקום שנהגו שלא ום׳ während in unserer Mischna selbst zwischen Anfang und Ende insofern kein Widerspruch gefunden wurde, als Jehuda lediglich eine Thatsache unabhängig von der Halacha constatirt. Die Worte aber מדקאטר ר' מאיר מנהגא וכ״ו lassen erkennen, daß zum Theil in unserer Mischna selbst ein Widerspruch gefunden wurde. Abgesehen nun davon, daß diese Folgerung sich aus der angeführten Stelle nicht ergiebt, sind die Worte an sich unbestimmt. Bezieht sich: איסורא קאמר auf die Ansicht N. Jehuda's selbst, oder soll damit gesagt sein, daß es in גליל nicht als מנהג sondern als איסור verboten war? — Dieser Unterschied ist nicht recht fassbar. Ueberdies folgt unmittelbar darauf: וסבר ד יהד' י״ר מותר בעשיית מלאכה, welche Worte zwar gezwungener Weise erklärt werden können, doch mehr aber darauf Hinweisen, das die ganze Auseinandersetzung nicht aus einem Guß sei. Wir haben übrigens bereits auf die Tossefta hingewiesen, aus welcher hervorgeht, daß nach der Ansicht R. Jehudas vom Standpunkte der Halacha man es mit einen! Verbote zu thun hat.