Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 437 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829626-2829637-2877076--24404-2877098- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Grammatisch« und masoretische Stadie zur heiligen Schrift. 487 Er wollte nicht etwa damit sagen, daß in diesen Fällen gerade ein Schnell-Patach gesetzt werden sollte, sondern lediglich angeden, daß der vocallose Consonant in diesem Falle Anlaut ist und keineswegs A u s l a u t. Richtig verstanden hat diese Regel der anonyme Grammatiker, indem er bemerkt, היה אותו ה ׳8 ו א נע. Derselbe Sinn ist auch in Ben- Aschers Regel gegeben für zwei gleichlautende Cousonanten, von denen der erste vocallos ist, daß er in diesen! Falle nach Gaja als Anlaut ausgesprochen werden soll, ohne Gnja dagegen unhörbar ist. Er meint danlit, daß in einem Falle der mit Schwa -versehene Voeal als Anlaut vocalisch ausgesprochen wird» aber nicht gerade mit Schnell-Patach. Wäre in diesem Falle ein einfaches Sch. gesetzt worden, so wäre es durchaus zweifelhalft, ob es als Anlaut oder Auslaut zu sprechen sei. Daher hat es Pinehas mit Lhataph-Patach bezeicknel, was jeden Zweifel anshebt. Daher vocalisirt der anonyme Grammatiker (0. S. 430) המדברים und המדבר, um das vocallose מ als Anlaut zu charaklerisiren, nicht etwa, daß das מ gerade Schnell- Patach erhalten soll. Mißverstanden hat es Kimchi, als wenn das Chataph euphonisch wäre (לתפארת). Es bedeutet aber, wie gesagt, Anlaut. Hätten die Pnnktatoren consequent verfahren wollen, so hätten sie bei jedem שוא נע, das sich nicht von selbst als solches giebt, ein CH. Pat. setzen muffen. Oder sie hätten es auch bei וזהב וסגר ושרה weglassen und nur ein einfaches שוא setzen sollen, wie sie es bei ושבה gethan haben. Mit einem Worte, die Verkennung der Genesis der Zeichen hat zu Irrthümern gestihrt, davon weiter noch mehr Beispiele aufgeführt werden werden. Bleiben mir bei dem Masoreten Pinehas. Es ist also gewiß, daß zu seiner Zeit, etwa uni die Mitte des 8. Jahrhunderts die Disferenzirung des שוא iit mobile und qaiiescens noch nicht fixirt war. Ferner war bei den Tiberiensern