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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 10 · p. Seite 432

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 10
Article
Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift
Date
1887-01-01
Page
Seite 432 (sequence 8)
Language
German
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432 Grammatische und masorelische Studie zur heiligen Schrift. rern ist wohl der Brauch ausgekommen, sie im Anfang des Wortes und der Silbe zu verhärten. Zuerst war die Differenz zwischen quiescens und mobile nicht durchgeführt; daher auch nicht die Verhärtung nach einer geschlossenen Silbe (nach einem 8ch. quiescens). Folglich sind die Aspirata auch in Mitten des Wortes auch nach einem vocallosen Consonanten stets aspirirt geblieben. Erst viel später wurde das Schema differenzirt, und dadurch die starre Regel fixirt, daß die Aussprache der Aspirata von der Beschaffenheit des voraufgehenden mit Schema bezeichneten Consonanten abhängig sei. Aber diese Differenzirung vonl Leb. mobile und quiescens hatte gar nicht diese Tragweite, sondern lediglich, wie das syrische Marhetana und Mehagjana, die Zahl der Silben in einem Worte anzugeben. Man hat sich bisher keine rechte Vorstellung von der Entstehungsweise der Vocal-, Accent- und diakritischen Zeichen gemacht. Die Grammatiker denken sich die Sache so, daß sie sämmtlich mit einem Schlage ins Leben getreten wären. Dem ist aber nicht so. Als Beispiel mag das Zeichen Pasek (oder Pesik פסק) angeführt werden. Man sollte denken, daß es mindestens gleichzeitig mit den Vocalen in den Bibelhandschriftim, welche für Schulen oder für den Privatgebrauch angelegt waren, eingeführt worden sei, um theils zwei Wörter, die leicht als ein einziges gelesen werden könnten, und theils zwei Wörter mit Lomöoteleuton-arcton, deren Consonanten leicht in einander fließen könnten, auseinanderzu Haiten. Wir besitzen aber ein Zeugniß aus dem zehnten Jahrhundert, daß für den letzten Fall das Pasek in dieser Zeit noch nicht allgemein im Gebrauche gewesen ist. Aus Saadia's Grammatik wird nämlich Folgendes mitgetheilt: (Michlol p. 25 b.): וכאשר נפגשות שתי אוחיות החמות זו בסוף המלה וזו בראשית המלה אשר בצרה, כתב הגאון רב סעדיה יש מן העברים שקוראים אותם ב ה ב ל ע ויש שקוראים אותם בלא הבלע: כמו ב ן נ ו ן, זא זזל לו, שלח חשך.

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