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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 10 · p. Seite 430

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 10
Article
Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift
Date
1887-01-01
Page
Seite 430 (sequence 6)
Language
German
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480 Grammatische und masoretische Studie zur heiligen Schrift. werden soll, die Aspiration aufgehoben. Ebenso im Anfang des Wortes. Da die Juden durch die Aussprache des Syrischen oder Aramäischen an diese Eigenheit gewöhnt waren, so haben sie das Hebräische in diesen häufig vorkommenden Fällen ebenso ausgesprochen. Dagegen wenn ein langer Vokal vorangeht, haben sie den Syrern gleich die Aspiration beibehalten. Nicht constant war im Syrischen die Aussprache nach einer geschloflenen Silbe in der Milte des Wortes, wie beispielsweise neben מלכא רחחפיתא. Ganz besonders die häufige Endung des Ernphaticus fern. תא, das bald aspirirt שגתא קרתא, bald hart aus» gesprochen wurde דרהא (vgl. Merx, Grammatica Syriaca I p. 66,71). Ein syrischer Grammatiker bemerkt darüber: ״Von den Consonanten בגרכפוז wissen wir, daß sie im Anfang eines Gliedes der Phrase oder eines Wortes meistens nicht aspirirt sind, während sie in der Mitte eines Wortes oder nach einem Präfix aspirirt sind. Aber es ist nicht immer so. Zuweilen sind sie aspirirt im Anfang und nicht aspirirt am Ende der Wörter (Uebersetzung des Abbe Martin, Journal Asiat. 1875 I. 200). Im Syrischen hat, wie gesagt, die lebendige Sprache den Unterschied von Aspiration und Verhärtung einge, halten. Im jüdischen Kreise mußte man sich dagegen mit der Tradition behelfen, und diese, ohnehin nicht im Stande, das Ursprüngliche treu zu bewahren und wiederzugeben, war noch weniger im Stande, die Nuance auszudrücken, ob in deni einen oder andern Worte der vocallose Consonant als Anlaut oder Auslaut anzusehen sei. Unsicherheit für diese Nuance, welche zugleich die Natur der voraufgehenden Silbe bestimmen und die Aussprache der Aspirata regeln soll, zeigt sich darin, daß die Erfinder der Vocalzeichen dafür kein diakritisches Zeichen eingeführt haben, sondern jeden oocallosen Consonanten durch einen Ueberstrich (im babylonischen Boealzeichensystem) oder durch zwei Unter-

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