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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 7 · p. Seite 292

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 7
Article
Lehrinhalt der "Weisheit" in dem biblischen Schriftthum
Date
1887-01-01
Page
Seite 292 (sequence 4)
Language
German
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$92 Lehrinhalt der ״Weisheit" i» hem biblische« SchriftthM. Theil des Buches sein oder nicht, so setzt dieser doch den Vorgang unter die Herrschaft der כשדים, der Chaldäer. Diese werden nicht als bloße Räuber geschildert, (was Vers, mit Unrecht zugiebt), sondern als solche, welche einen geordneten Kriegeszug machen (שמו שלשה ראשים), also verschieden von den' räuberischen Sabäern. Endlich noch die vielen Aramäismen. Alle diese Moniente geben doch den möglichst strengsten Beweis, daß das herrlichste Buch in der Zeit der Chaldäerherrschast d. h. des babylonischen Exils gedichtet wurde. Zur linguistischen Präcisirung der aramäischen Sprachelemente gehört eine bessere Kenntniß des Hebräischen und Aramäischen als die meisten derer, welche sie zusammengetragen, besaßen. Cheyne giebt die Liste der aramäischen Lehnwörter in Hiob bei Len. in dessen Buch über Hiob, von denen die meisten entweder gut hebräisch sind oder auch sonst Vorkommen oder auf einer Corruption beruhen, z. B. 24 ,33) פדעהו) leg.פו־עהו, wie einige Codd. haben; 2 ,2*) אתם עם) soll aramäisch sein, es ist aber corrumpirt für חכמים. Cheyne hätte dergleichen Jrrthümer nicht erwähnenswerth finden sollen. Er selbst fügt vier hinzu, die bei Lee fehlen!טוש שהר ,כפ und כפים; aber das Letztere kommt ja auch bei Jeremia vor. Dagegen fehlen die entschieden aramäischen Lehnwörter גלדי Haut, ע ויוה wilder Esel, פלח Mühlstein (im Tal» mudischen), שפע Funke» Flamme, vielleicht auch גוש Scholle, und חלמית eine Pflanzenart, aber jedenfalls die Verba שפרח schön, hell machen, und תתפלא (lO, 16) in Midrasch und Talmud ״spotten". Wahrscheinlich auch עדה betreten und עד hinwegnehmen (23, 5). Diese Aramäismen und die übrigen Momente weisen ent« schieden auf die Zeit des babylonischen Exils. Eine frühere Zeit ist vollständig ausgeschlossen. Küenen's Hypothese, daß Hiob nachexilisch sei, und etwa der Zeit Esra's angehöre, ist eben

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