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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 6 · p. Seite 249

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 6
Article
Lehrinhalt der "Weisheit" in dem biblischen Schriftthum
Date
1887-01-01
Page
Seite 249 (sequence 9)
Language
German
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Lehrlnhalt der ״Weisheit" m dem biblische» Schriftthum. 249 Andeutung ist in der Thal zum Schluffe von Eliphas' Rede zu erkennen: תבא בכלח נפמנ1ר1) אלי קבר כעלות גדיש בעמו. Das Wort כלח, das zweimal in Hiob vorkommt und zwar jedesmal in einem andern Sinn, hat die Lexikographen und Ausleger zur Absurdität verleitet, es einmal mit ״hohes Alter" und das andere mal mit ״frische Jugend" zu erklären. Er ist aber os. fenbar corrumpirt, und zwar nach der syrischen Version נחאית ruhig, statt במנוידן. Tann hat aber der Vers keinen rechten Sinn: ״Du wirst in£ Grabmal eingehen, wie da ein Aehrenhaufen a u f st e i g t zu seiner Zeit." Nothwendigerweise ist also zu ergänzen ״ .ותעלת כעלות גדישDu wirst aussteigen, wie ein Garbenhausen aufsteigt." Darin liegt nun der Hinweis aus die Auferstehung. Und darum stellt Hiob in seiner ersten Entgegnung die Gegenbehauptung auf, daß der einmal inS Grab gestiegen, nicht mehr aussteigt: יורד שאיל לא יעלת. Es ist also nicht zweifelhaft, daß der Verf. des Hiob die AuserstehungLlehre gekannt hat. Herr Cheyne stellt eine Ansicht auf, daß mit den zweiten Cyclus der Dialogen ein Wendepunkt eintritt. Von hier ab mildern sich allmälig Hiobs schroffe Anklagen gegen einen unge« rechten und gegen Leidende unbarmherzigen Gott, vielmehr denke er sich die Gottheit doch nicht gleichgültig und appelliere gleichsam von dem schlecht unterrichteten Gott zu dem beffer zu unterrichtenden. Der Verf. drückt sich darüber folgender, maßen aus (S. 31): — In der höchsten Erregung fordert Hiob Rache für sein Blut. Aber wer anders ist Bluträcher als Gott? Daher der seltsame, aber willkommene Gedanke, daß hinter dem Gott mit mitleidloser Kraft und Strenge ein Gott sein muß, welcher die Liebe seiner Diener erkennt und vergilt, oder mit den schönen Worten des Koran: ״eS giebt keine Zuflucht vor Gott als zu ihm". Zu dieser schiefen Auffassung

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