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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 6 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 6
Article
Lehrinhalt der "Weisheit" in dem biblischen Schriftthum
Date
1887-01-01
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 Lehrinhalt der ״Weisheit" in dem biblischen Schristthum. (תפלה leg.) 4,18) לא יאמץ ובמלאכיו ישים תהלה). Die ethische Beschaffenheit der Engel konnte ihn doch weder eigene Erfahrung, noch Tradition von den Vätern gelehrt haben. Darum flicht er nebenher «in, daß er diese Lehre in einem schauerlichen Nachtgesicht erfahren habe. Das ist sein Steckenpferd; er wiederholt es15,15) הן בקדושיו לא יאמץ :■־). Aus dieser Offenbarung ergtebt sich ihm nur die Folgerung, daß kein Mensch vor Gott rein und sündenfrei sei כמים *ולה nm 15,16) אף כי נחעב ונאלח איש) ober (חמר leg.) כי) שכני בתי חמר leg.) אף. Diese Folgerung wendet Eliphas auf Hiob an. Wenn dieser auch äußerlich als vollkommen tugendhaft und sündenfrei erschien, wie er geschildert wird *איש תם וישר ירא אלו־,ים ומר מר, und wie er sich selbst zum Schlüsse in diesem Lichte zeigt, so erscheine er doch dem Auge Gottes als befleckt und besudelt (נתעב ונאלח) und darum habe ihn mit Recht das grausige Strafgericht getroffen. Das ist EliphaS theodikäischer Standpunkt. Diese Anschauung von angeborener Sündenbeflecktheit des Menschen, welches das paulinische Christenthum später zum Angelpunkt des Dogmas gemacht hat, will eben der Dichter gründlich abthun und gewissermaßen als abgeschmackt lächerlich machen: ״Wer kann einen Reinen aus einen! Unreinen machen? Nicht einen Einzigen"! מי1) יתן טהור מממא 14,4) לא אחד): Ist die Natur des Menschen sündenbehaftet, so kann ihn ein noch so schweres Strafgericht, keine Erlösung, ») Das Verbum נתן hat unter andern auch die Bedeutung: ״m achen za e twas" und wird wie שיבם gebraucht: ונתחיו לגוי גדול oder נתנני: שוממה ßlagd. 1,18: ״er machte mich öde". Der Schluß von Kap. 13,14 f. trab Ans. von Kap. 14, I f. hat diesen Gedankengang- ״Ist der Mensch, der Weibgeborcne, vergänglich und nichtig, warum geht Gott ins Gericht mit ihm? וארתס leg.)אף על זה פקחת עיניך ואתי תבימ במשפט מתך? Etwa um ihn zu bessern? Das ist unmöglich' Aus einem Unreinen kann niemals ein Reiner w e r d e n. Aehnlich Spr. 20,9: מי יממר זכיתי <^בי.

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