Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Lehrinhalt der "Weisheit" in dem biblischen Schriftthum
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 245 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2829132-2829626-2829633-2876844--24192-2876858- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Lehrinhalt der ״Weisheit" in dem biblischen Schristthu«. 248 gang gefunden haben (22,15—20; vgl. darüber w. u.). Er beruft sich ebenfalls auf Tradition אשר חכטים יגידו ולא כחדו טאבותט (15,18 leg. כהדום אמתם), nicht anders als Bildad mit feinen וכונן) לחקר אמתם leg.) כי שאל נא להר ראשון וכונן. Auch Zophar beruft sich auf die Tradition und macht daraus eine allgemeine Regel (וזאת ידעתי מני עד טני שם אדם עלי ארץ כי רננת רשעים טקרוב וגו׳. Nur Zophar macht noch einen eigenen Gesichtspunkt geltend: nämlich Berufung auf die u n e r f o r s ch l i ch e Weis« heit Gottes 9—6 ,11) ויגד לך תעלטוח הכמה), welche, höher als der Himmel, ausgedehnter als die Erde, breiter als das Meer, die dem Menschen unbegreifliche Ausgleichung zwischen dem sittlichen Verhalten und dem Seschickswurf der Menschen zu machen weiß»). — Wenn Eliphas eine Art im Schauer nächtlicher Erscheinung empfangener Offenbarung ins Treffen führt, so will er damit keineswegs den von ihm und seinen Freunden wiederholentlich aufgetischten Gemeinplatz beweisen, daß für den Frevler und Gottlosen ein fürchterliches Mißgeschick bereitet fei, sondern nur, daß Gott selbst an seinen Dienern und Engeln Flecken und Unvollkommenheit findet. הן בעבדיו >) Diese LA. hat Peschitto: ר. ד א ,ידע ת die viel richtiger erscheint als הזאת ידעת. *) Der Vrf. adoptirt die von mir und noch einigen Exegeten geltend gemachte Annahme, daß Kap. 28 von der Unfindbarkeit der Weisheit für den Menschen Zvphar angehört. In diesem Kap. ist die העלמות הכמה, von welcher Zophar in der ersten Rede spricht, weitläufkig ausgesührt. Aber auch ein Theil der Kap. 27. gehört Zophar an. Dafür spricht auch die Parallele 20 29: זה חל־'ק אדבם רשע מאלהיבם ונחלר־ז אמרו מאל־' (leg. עריץ) mit 27,13 (מאל leg.) זה חלק אדכם רשע עכם אל ונחלת עריציבם משדי יקהו. Selbst 27, 11—12 אורה אתככש . . . הן אתבש כלבבם חזיתכש, die Anrede an Mehrere, kann von Zophar gesprochen sein. Er spricht nicht zu Hiob allein, sondern zu allen Zweiflern, welche bitter« Klage über die verkehrte sittliche Weltordnung führen; er spricht g ewiflermaßen zum Fenster hinaus.