Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Retttvftontn, NM diese Aenderungen des ursprünglichen- Privilegs exfylgt! sindinsbesondere, wer. es gewesen. ist, ,,der-chMBischgs Dieder eine, ähnliche Stellung gegenüber den, Jzlden;durch MschWg,,Ap״ge-- den gesucht HAMtz erste sich selbst,W sesiiM Prinileg״yon.ff<M. zugeschrieben hatte— dafür fehlt es mir au jeder Vermuthung." Stobbe schwankt, wie man sieht, innerhalb weniger Zeilen, ob er das bischöfliche,Privileg für echt halten soll oder nicht. Anfangs heißt es, der Bischof soll gegebe!1.,,. hflben,: M Schluß ״wie er sie sich in seinem Privileg von 1084 zugeschneben hatte". Und doch scheint uns dies das Wichtigste zu sein, daß wir über dis Echtheit dieses bischöflichen dem kaiserlichen voraufgegangenen Privileg uns klar werden. Wir haben schon oben Stobbe's Zweifel einigermaßen zu entkräften «ersucht;! er selbst schätzt sie nicht stark genng, um ihnen Folge zu geben. Ist aber diese Urkunde echt, dann ist nicht abzusehsn, warum der Wort« laut des uns vorliegenden Speier'schen k a i s e r l i ch e n Erlasses eine Fälschung sein soll. Sind auch die beiden Urkunden im Worte laut von emander unabhängig, so bewegen sie sich doch beide nach demselben Ziele, sie sind Begünstigungen der Juden, und wenn der Bischof M Jahre 1084 eine: Judenordnung-an seinem׳ Bezirke schuf, die ihm wesentliche oberherrliche Rechte über die Juden einräumt, wenn er damit nicht glaubte» dem Kaiser in's Gehege zu kommen, weil damals der Begriff der Juden als Knechte der kaiserlichen Kammer-noch fast gar nicht ausgebildet war, so ist nicht abzusehen, warum nicht sechs Jahre später derselbe Bischof als Fürsprecher der Juden ein Privileg beantragen sollte, das auch ihm und seiner Kaffe zu Gute kam. Wenn es einem so geistvollen Manne wie Stobbe an jeder Vermuthuyg fehlt, wer wol die Fälschung veranlaßt habe, so sollte das wyl stutzig machen eine solche Fälschung überhaupt zn statuiren. Wir verweisen auf das, was wir schon im Märzheft dieser Blätter über diesen Punkt vorgebracht haben; der Kaiser denkt