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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 5 · p. Seite 224

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / R.
Date
1887-01-01
Page
Seite 224 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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224 SRccenfioiwti. 1758 stattsaild. Von ihr berichtet Verndt, Geschichte der Stabt Groß-Glogau, S. >67, daß das Feuer in wenigen Stunden de» schönsten Theil der Stadt eingeäschert habe» es fielen ihm das Jesuiten-Collegium nebst Kirche, die Stadtpfarrkirche nebst allen zu ihr gehörenden Gebäuden» die evangelische Kirche nebst allen Wohnhäusern der Kirchen- und Schulbeamten zum Opfer, und nur die S y n a g o g e u n d d i e Iu d en sta dt bl ieben völlig v e r s ch o u t. Die Juden wären von einem solchen Verhängniß am schwersten betroffen worden, in Mitten eines fürchterlichen Krieges, unter einem für sie besonders schwere n Steuerdruck und unter einer Bevölkerung und einer städtischeu Verwaltung» die ihnen übel wollten. Das Ereigniß war so merkwürdig, daß sich wohl denken läßt, Eger habe noch dreißig Jahre später davon in einem Briese au Fr. Erwähnung gethan. Meier Eger hat dankbar die Vorsehung gepriesen, die die Jude» gerettet und bescheiden es ausgesprochen, daß nicht das Persönliche Verdienst der Geretteten» sondern das ״Verdienst der Väter" wol die Ursache sei. Nun lese man den läppischen Brief von F., der diesen frommen Glauben au eine Vorsehung, die über jeden Einzelnen wacht, lächerlich machen will. Geiger sagt von dem Tone dieser Briefe : ״Fr, wird seinem Gegner gegenüber höhnisch, derb, er gebraucht eine köstliche Ironie" Den rohen Hohn, der mit den wohlfeilsten Sottisen an das Anderen Heilige tastet, den Ton cynischer Derbheit, den die bornirte Halbbildung, stolz auf einige philosophische Floskeln, gegen einfache Leute sich anmaßt, haben wir herausgefunden, die köstliche Ironie in -diesen platten Witzen zu entdecke» blieb uns versagt. Meier Eger will im Jahre 1792 seinen Enkelsohn nach Berlin schicken» damit er dort bei R. Meir Weil jüdisches Wissen und daneben moderne Bildung sich ankigne. Gegen diesen so vernünftigen Gedanken, den. vor und nach Meir Eger Unzählige gehabt, polemisirt Fr. in einem mauschelnden Stil mit lächerli-

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