Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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918 Rtttnstonrn. aus folgenden Bemerkungen Ramler's, die er im Anschluß an die von ihm zur Todesfeier M'S. gedichtete Trauerkantate macht, deutlich hervor: ״Auch meines Volkes Fürstinnen trauerten um euern edlen Freund : dies bezieht sich besonders auf die Prinzessin Ferdinand, Gemahlin des jüngsten Bruders Friedrich II. und auf die Herzogin Dorothea v. Curland, welche damals mit dem Herzoge. ihremGemahl in Berlin lebte". Ferner erzählt Namler : ״Mendelsohn hielt die vorgeschriebenen Gebräuche zu Hause und überall, wo er hinkam, aufs Genaueste. Als er mit dem Verfasser die H e r z o g i n von Cur« land auf ihrem Lustschloffe zu Friedrichsfelde bei Berlin be» suchte, verbat er sich die Tafel, zu der die Herzogin ihn ziehen wollte und ging in ein Wirthshaus, wo er nichts anderes genoß, als was ihm zu genießen erlaubt war. Aus diese Art konnten die Rabbinen mit ihm zufrieden sein, weil er ihre Gesetze hielt und die Philosophen gleichfalls, weil sie eines so weisen Mannes strenge Haltung jüdischer Gesetze unmöglich dem Aberqlanbenzuschreiben konnten, sondern der Liebe zu seinem Volke, besten Mitglied zu bleiben er mehr als Eine Ursache hatte". Wir sehen sonach, die Ansicht Geigers, Mendelsohn habe ü b e rh a u p t mitHerzögen keinen Umgang g e pflog« n, steht mit den Thatsachen in Widerspruch; die Herzogin von Curland war die Schwester der bekanuten Schrift« stellerin Elise v. d. Recke» die viel in jüdischen Kreisen verkehrt hat, sie und ihr Gemahl waren Schöngeister. Von Mendelsohn führt uns der Herausgeber zu Frtedlün» der, von dem er eine Reihe von Briefen veröffentlicht, .welche F: an einen GlogauerGlaubenSgenoffen geschrieben hat. Geiger benutzt diese Gelegenheit, um für Friedländer eine Lanze zu brechen und um ״nach seiner Art" gegen Graetz unartig zu werden. Geiger schreibt: ״Graetz hat ihn nach seiner Art mißhandelt und höchst unwür»