Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Bedeutung der jüdischen Münzen mit dem Feststrauß (Lulab) und dem Portale
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 31)
- Language
- German
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r : : lind dem Portale. 175 Madden 1. o. p. 239 Nr. 19\ Es zeigt bic Epurrn der Buchstaben r T, AYI. OY. (Tiroq ®latiog Ovtcmacuarog). 4) Bei Bayer de nunns* p. 141 Nr. 2 (s. Figur V ,3 (5 ־m Museum Kir clierian um (abgedruckt von Merzbacher bei Sollet III zu S. 214. Taf. V Nr. 114). Dieses Er.shat an'der Lulab-Seite oben'ziemlich deutlich die Buchstaben MC und rechts kenntlich einen Kaiserkopf, nach rechts die Umrisse von Mund, Nase, Stirn, Auge und Blättchen vom Lorbeer kranz (s. Figur VI). ׳— Ziemlich gemeinsam ist allen diesen Exemplaren die Umschrift an der Lulab-Seite לחרות ירושלים und an der Portalseite mehr oder weniger deutlich שמעון. Aber im Detail unterscheiden sich einigvon Anderen. Am wenigsten stimmt Fig. VI mit den übrigen. Es hat nicht vollständig לח רוח ירושלבש, sondern am Fuß des Behältnisses die Buchstaben לח, dann nach einem weiten Zwischenraum, welchen der Kaiserkopf mit Blättchen einnimmt, und noch weiter bis auf die linke Seite dicht am einander ותשלום. Raum genug wäre לחרות ירושלש zu prägen. Es machtaber den Eindruck, als sollte der Kopf durch die Ueberprägung nicht verwischt werden. Gleich sind nur Nr. 1 und 2. Das Lulabbehältniß ist da v i er th e i l i g, Nr. 4 sünstheilig, Nr. 5 dagegen nur zwei- Lheilig wie bei I, II, III. — Nr. 1, 2, 5 haben eine nur s ch w a ch e Spur von Architrav, oberhalb desselben aber zwei gerade Schnüre Dagegen Nr. 4 kaum eine Spur des Architravs über den Säulen, son' dern nur die Verzierung einer graben Schnur und oberhalb derselben eine geschlängelte Linie׳ Während alle Exemplare, oberhalb der Verzierung über den Säulen einen Stern haben, hat ihn Nr-4 nicht. Auf diese Einzelnheil haben die Numismatiker nicht geachtet, und doch erregt grade diese den Verdacht der Unechtheit und Fälschung. So hat das N bei לח sin Nr. 5) gar nicht die Gestalt dieses Buchstabens aus anderen Münzen oder im Samaritanischen Alphabet. Auch das ו zum Worte ותשלים hat eine seltsame Form. Die Verzierung innerhalb der Oessnung des Portals ist auch verschieb den. Erwägt man, daß die Legende לחרות ירושליבש an sich ein Unsinn ist ohne Angabe des Prägungsjahres (die bei diesen durchweg fehlt), und selbst wenn diese gegeben wäre, da man nicht zur Freiheit der HaupstadL allein, sondern des Volkes und Landes auf Münzen bezeichnet, erwägt man ferner, daß einige Exx. dieser Münzen Zeichen der Ueberprägung aus der Nach-Vespasian ischen Zeit tragen, als Jerusalem bereits längst zerstört war, erwägt man endlich, daß die Exx. nicht aus einer und derselben Fabrik stammen können, so ergiebt sich daraus die Gewißheit, daß die Exx. der Species.sämmllich verdächtig sind. Ter Stern aus einigen Exx. dieser Species IV kann keineswegs als Leitstern aus den Pseudomessias Bar-Kccheba dienen Ueberhaupt muß die Echtheit der verhältnißmäßig großen Zahl der Münzen wie לחרות ירושלים und שמעון mir oder ohne Zeichen der Ueberprägung erst besier erwiesen werden, als es bis jetzt geschehen ist. Es ist möglich,