Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Bedeutung der jüdischen Münzen mit dem Feststrauß (Lulab) und dem Portale
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 14)
- Language
- German
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158 Bedeutung der jüdischen- Münzen Mit - dem Feststrauß sLulabt Schwerlich werden die Wände derselben Massiv - gewesen sein, was schon wegen der hohen Temperatur in dieser Festeszeit nicht anging. Die Hütte wird vielmehr luftig gebaut gewesen sein, -und da diese Königin, welche griechisch sprach, wohl auch Geschmack an der leichten, luftigen griechischen Bauart gehabt hat, so war ihre Festeshütte ohne Zweifel mit Säulen verziert, mindestens an der Facade, welche rituell-gesetzlich keine Wand zu sein braucht. Eine solche F e st e s h ü t t e m i t einer S ä ul e n f ac a d e, wie sie Vornehme in Jerusalem benutzt haben, diente gewiß als Muster für den Typus dieser Münzgattung. Sie bildete das Compl e m ent zun! Festesstrauß, welcher, wie nachgewiesen, ein Paradestück war. Betrachtet man das Portal mit dem Tetrastyl als Abbildung einer zierlich gebauten Festeshütte, so ist auch eine andere Kleinigkeit an dem Portale auf diesen Münzen, welche die Numismatiker eben so wenig beachtet haben, erklärt und hat ihre Bedeutung. In der Höhlung des Portals ist nämlich auf den meisten Exemplaren ein H a l b k r a n z au s k l einen Ringen angebracht, und an diesem Halbkranz sind 3 Schnüre mit eben solchen Kugel» chen bemerkbar, in der Mitte kleiner als oben und-unten- Diese Kugelschnüre können nur eine Verzierung sein,/ und auch diese wird aus der talmudischen Literatur erklärlich^ ES mär eben Sitte in der Festeshütte Schnür e von Nüssen- oder M aUd e In, Wein trau b e n oder Ä h ren krä nze: anzubringen und sie damit zu schmücken. Diese Verzierung hat einen darwmus technicus נוי הסוכה, der S chmu ck der Hütt e. Das rituelle Gesetz bestimmte, daß eine solche Verzierung, weil einmal der Festeshütte beigegeben, nicht eher als bis zum Aus« gange des Festes genossen werden dürfte 1). Der Halbkranz und .die Schnüre mit den. kleinen Ringen oder Kügelchen , an dem t) Tosefta das. I, 7 : הולה י כה (בסוכה) .אגוזין: ורטונין גלוסקאורת .ואשכולות של ענבים ועטרות של שיבולץ. Babli das. 10«. r