Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 36 (1887)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Bedeutung der jüdischen Münzen mit dem Feststrauß (Lulab) und dem Portale
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
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und dem Portale. 153 scheint. Diese Consequenz theilen andere Numismatiker, besonders Merzbacher und Madden nicht. Der Erster« weist die Exemplare mit dem Datum ״erstes und zweites Jahr" (Fig. I, II, III) der ersten, die ohne Datum (Fig. IV—VI) der zweiten Revolution zu, Madden nur Speeies I der ersten. Zu dieser Jnconsequenz führt sie eine andere Münzgattung. Die Eleasar-Münzen gehören mit höchster Wahrscheinlichkeit der ersten Revolution an, (vgl. w. u.), und diese haben ebenfalls die Datirung: ״erstes Jahr zur Befreiung Israels", wie eine Species der Lulab-Münzen. Folglich gehört mindestens diese Species ebenfalls der ersten Revolution an. Kurz die gewiegtesten Numismatiker bewegen sich bei Fixirung dieser Münzgattung in einem Cirkel. Um aus der Confusion herauszukommen, muß ein anderer Weg der Untersuchung eingeschlagen werden. Zunächst muß die Bedeutung der Typen und Embleme ermittelt werden. Denn diese, welche sämmtliche Lulab-Münzen gemeinsam haben, Feststrauß und Portal, sind auffallend genug und müssen irgend welche Beziehung zu gewissen Vorgängen haben. Die naheliegende Bedeutung des Feststraußes ist von den Numismatikern angegeben: ׳Ehe type of these Schekels — the Ethrog and Lulab — reminded the Jews of the Feast of Tabernakles (Madden). Es ist noch hinzuzufügen, daß sie so dargestellt sino, wie sie bei dem damit verbundenen Psalm-Gesang des Hallel gehalten zu werden pflegen): Der Lulab zur rechten und der Ethrog zur linken Hand. Aber eine scheinbare Kleinigkeit bei der Figur des Lulab haben die Numismatiker nicht beachtet. Der Lulab mit den dazugehörigen zwei Zweigchen stecken auf sämmtlichen Münzen in einem zierlichen Behältniß. Dieses Behältniß hat die Gestalt eines Kelches. Es ist offenbar eine Verzierung. Wos mag nun diese Verzierung oder dieses Behältniß bedeuten? Der Talmud giebt die Erklärung dafür an die Hand.