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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 129

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension] / R.
Date
1887-01-01
Page
Seite 129 (sequence 3)
Language
German
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, Rocension. 120 milienleben berichtet, entspricht dem Juteresse, das Hamann gerade an der Verlobung M's genommen hat; es hat nach dem Charakter Hamann's nichts Auffälliges, daß H. sich nach fahre« langer Entfremdung wieder an Meudelsohn herangeworfen hat- Daß M. in diesem Briefe an H. höflicher» artiger sich ausdrückt als in früher», erklärt sich vielleicht daraus, daß es nach langer Zeit wieder der erste Brief war, und zudem mag auch H. ru« higer, gelassener nnd gesitteter an den inzwischen zu einer europäischen Berühmtheit aufgestiegenen Mendelsohn geschrieben haben, als er es früher gethan und als es sonst seine Art war. Die Einfalt der Sitten, die M. an dem Adressaten rühmt, ist dann nur ein Kompliment, das H. gern hörte. Das Ausfinden des Adressaten ist deswegen so schwierig, weil so Manche, an die man vielleicht denken möchte, im Briefe erwähnt sind. Der andere Theil der von Geiger veröffentlichten Korrespondenz ist aus dem Nachlaß eines dänischen Diplomaten, August v. Hennings, eines Schwagers des Reimarus. ES wäre vielleicht kein übergroßer Schade gewesen, wenn diese Korrespondenz, die in dem Geiger'schen Hefte ungefähr achtzehn Seiten einnimmt, der Welt vorenthalten geblieben wäre. Jndeß es giebt Viele, denen Al les, was von Mendelsohn herrührt und mit Mendelsoh^ zusammenhängt, bedeutungsvoll ist. Selbstverständlich bezieht sich diese Ansicht von der Geringwertigkeit des hier gelieferten Materials nur auf dar hier zum ersten Mal Gedruckte. Denn die Stelle aus einem Briefe Mendelsohns an Hennings über Lessing's Tod, die schon bei Kaiserling sich findet, und die Geiger noch einmal abdruckt, ist eine literarische Perle ersten Ranges. Am intet® effantesten war uns noch eine Marginalnote Hennings, die auf die Stellung der Berliner Juden zu Mendelsohn Bezug hat, und die um so bemerkenswerther ist, als Hennings sich auch sonst als einen guten Beobachter des Berliner Lebens in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erwiesen hat. Hennings Graet;, M onatsschrift XZXVl 3. S

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