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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 116

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 3
Article
Die Bedeutung der Priesterschaft für die Gesetzgebung während des zweiten Tempelbestandes
Date
1887-01-01
Page
Seite 116 (sequence 20)
Language
German
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116 Die Bedeutung der Priesterschaft für die Gesetzgebung sämmenhängende haben sie doch abgewiesen 1). Als das Priester- Collegium sich einmal eine Entscheidung bei Zulassung von Zeugen zur Aussage über den Stand des Neumondes angemaßt hatte, hat das Synhedrion es desavouirt »). In der Stelle, in welcher die Söhne der Hohenpriester bezüglich zweier Rechtsfälle von der Ansicht des Chanan b, Abischohalom dissentiren (Ketubot letzt. Abschnitt (אבשלום p נחלקו עליו (על חנן בגי כהנים גהלם)> handelt es sich lediglich um eine juristische Theor i e. Darum ist nicht angegeben, wie das Collegium der חכמים sich dazu verhalten hat. Alles, was Geiger aus diesen Vorkommnissen zur Stütze seiner Theorie von Zadokiten gefolgert hat, (Urschrift 113 fg), ist so hinfällig wie diese Theorie selbst. Zunächst gehören die äugeführten Fälle von dem ״Collegium der Priester" der Zeit nicht lange vor der Tempelzerstörung an, in welcher der Zusammenhang mit dm ,-levitischen Priestern der Söhne Zadok" durch so viel Katastrophen längst aufgehört hatte. Sodann beweisen die angeführten ״pharisäischen" Bestimmungen, welche mit Rücksicht auf das Priesterthum getroffen worden sind, daß die Pharisäer durchaus nicht einen schroffen Gegensatz gegen jenes gebildet haben, etwa wie eine demokratische Partei gegen eine aristokrar) Der Passus in der Mischna (Khetubot 12 a.) אחת אלמנו! ישראל ואחת אלמנת כהן כתיבתה מנה. בית דין של כחגים היו גובי! ארבע מאוח ווו ולא מיתי בידם חכמים, hat einen Zusatz im beiden Talmuden: -תנא ואלמנת כהן מאתים. I!un steht dieser Zusatz im Widerspruche mit der Angabe in den Eingangsworten der Mischnah, ein Widerspruch, den der babylonische Talmud nicht befriedigend zu lösen vermochte. Es ist aber verständlich, wenn man annimmt, daß das Priester-Collegium auch für eine Wittwe das Doppelte ausgesetzt haben wollte, aber das Eynhedrin habe diese Bestimmung nicht zugegeben. Zwischen den Zeilen in der Mischnah ist demnach zu lesen: ד' מאות ווו לבתולה לא מיחו חכמים אבל מאתים לאלמנה מ י חי. Daher der Eingang: אחת . . אלמנתכהן מנה. ») Nosch ha'Schana I, 8: מעשה בטוביה הרופא . . . קבלו הכהנים אותו ואת בנו . . וכשבאו לבית די, קבלו אותו ואת עבדו.

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