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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 114

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
36 (1887)
Issue
Heft 3
Article
Die Bedeutung der Priesterschaft für die Gesetzgebung während des zweiten Tempelbestandes
Date
1887-01-01
Page
Seite 114 (sequence 18)
Language
German
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114 Die Bedeutung der Priesterschast für die Gesetzgebung Hillel und Schammai zurück 1). Bestätigt wird diese histsrische Ueberlieferung dadurch, daß R. Jochanan ben Sakkai eine Controverse deswegen mit den Sadducäern gehabt hat (o. S. IN.) Noch manche andere Bestimmungen sind zunächst mit Rücksicht auf die Priesterschaft eingeführt. So die Verordnung, daß derjenige, welcher in geschöpftem Wasser gebadet hat, die Prie - sterhebe bei Berührung verunreinige»). Motivirt wird diese Verordnung durch den Zweck, die eingerissene Gewohnheit zu beseitigen, im gesammelten Wasser zu baden s). Nun war Baden zum Zwecke levitischer Reinheit in der Regel lediglich für Priester erforderlich, welche in Jerusalem den Tempel zu betreten, Opfertheile zu genießen und außerhalb die Priesterhebe zu verzehren hatten, Laien hatten nur in seltenen Fällen diese Reinheit nöthig. ES ist demnach unzweifelhaft, daß die, sagen wir, sopherische Gesetzgebung vor der Tempelzerstörung ihr Augenmerk zunächst auf den Stand der Priester gerichtet hat, als Träger und Objecte des LeoitismuS. — Bildeten also die Ahroniden einen eximirten Stand, so ist es nicht befremdend, daß sie zunächst ein eigenes aus ihrer Mitte hervorgegangenes Standesgericht geschaffen haben. Dieses priesterliche Collegium wird hin und wieder in der talmudischen Literatur כיה דין של כהנים gennnnt. Zusammengesetzt war es wohl aus den Mitgliedern der Familien, 1) In Bab. Sabbat. 14 b u. Jerus. das. 3 d lautet die Tradition übereinstimmend: שמאי והלל «רו טומאה על הידים oder הלל ושמאי גורו על טהרה ידים• Obwohl nur טמאת ירים erwähnt ist, so gehört מפר immer dazu, wie denn auch in Traktat Zabim V, 12 beide zusammen genannt werden, (הספר והידים (מוסלין את התרומה und in Traktat Jedaim auch dis Unreinheit durch Berührung mit heiligen Schriften abgehandelt wird (Kap. III). ') Zabim V, iS הבא ראשו ורובו במים שאומן וטהור שנפלו על ראשו ורובו . . מים שאומן(פוםלין את התרומה). *) Sabbat. 14 a. שבתחילה היו טובלין במי מערות טכונסין וטרוהין והיו נותנין עליהן מיס שאובין התחילו זעשאם קבע גורו עליהם טומאה.

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