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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 12 · p. Seite 536

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 12
Article
Der historische Hintergrund und die Abfassungszeit des Buches Esther und der Ursprung des Purim-Festes
Date
1886-01-01
Page
Seite 536 (sequence 16)
Language
German
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536 Der historische Hintergrund und die Abfajsungszeit des Buches Epiphanes verfaßt wurde, פתשגן ist wahrscheinlich gar verschrie׳ ben für פושנן l Esra 4,11; 7. 11,), und dieses Wort kann weit eher aramäisch als persisch sein. Dagegen stößt man nicht auf das Wort ,ihm ״S ch r eibe n" in Esther, obwohl es so nahe liegt und unzweifelhaft persisch ist. Ob אחשתרנים persisch ist, etwa abzuleiten (nach Pott) von csayo-schutur (rex (Jamelus oder Oamelus regius) oder (nach Andern! von H18ira.rb s.u a!,rsgiig als Adjectiv zum vorhergehenden), ist auch noch nicht so überzeugend'gewiß. Die im persischen Reiche lebenden Inden in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wußten das Wort nicht zu deuten (Trakt. Megillah p 18 a.: ע ״? אטו אנן האחשתרנים ■ מי יריעינןWissen wir beim, was אחשתו־נים bedeutet?" Also die mit der persischen Sprache Vertrauten kannten das Wort eben so wenig, wie die griechischen und aramäischen Verteilten. Aber selbst zugegeben, daß dieses und noch eines oder das andere Wort im Buche persischen Ursprungs wäre, und daß das Buch Esther auch hin und wieder persische Einrichtungen ver» riethe, so würde dieses Moment doch kein bedeutendes Gewicht in die Wagschale werfen. Die seleucidischen Könige herrschten bekanntlich auch über Persien; mehrere derselben hielte» sich längere Zeit in dieser Gegend auf. Namentlich hielt Antiochus Magnus lange Hof im transtigranischen Asien. Warum sollten nicht persische Dinge und Worte vermittelst des Hofes, des Harems, Gefolges und Anhanges nach Syrien eingeschleppt worden sein, wie griechische Elemente durch dieselben Media bis nach Persien und Indien eingedrungen sind? Es war damals die Zeit des Synkretismus von Hellenismus und Asiatismus. Asten wurde hellenisirt, und Griechenland mit seinen Annexen wurde so zu sagen barbarisirt. Kaum braucht das Argument ernstlich widerlegt zu werden, welches etwa von der griechischen Uebersetzung (richtiger Para»

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