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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 11 · p. Seite 489

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 11
Article
Der historische Hintergrund und die Abfassungszeit des Buches Esther und der Ursprung des Purim-Festes
Date
1886-01-01
Page
Seite 489 (sequence 17)
Language
German
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Esther und der Ursprung des Purim-FesteS. 489 aus Nachäfferei des AemiliuS Paulus veranstaltete er verschwen» derische Kampfspiele, verbunden mit Schmausereien für eine große Zahl Gäste aus allen Ständen (bei AthenäuS V 22—24 und bei Diodor Excerpta de virtutibus etc. 31), sondern auch vorher und so oft er Gelegenheit dazu hatte, öder so oft ihn die Laune anwandelte. Die Schildemng im Buche Esther von dem riesigen Gelage des Königs Ahasverus im dritten Jahre seiner Regierung kann als Seitenstück zu dem dienen, was AthenäuS (X. 59) von AntiochuS Epiphanes überliefert, daß er öfter große Msnschenmaflen zu den Wettkämpfen eingeladen, ihnen kostbare Salben gereicht, dann zum Schmausen geladen und das eine Mal 1000 Triklinien, das andere Mal 15000, mit den kostbarsten Gerüthen gefüllt, hat aufstellen lassen (aal cvyxaXwv avroig slg simyktv non fisv %CX1a vgCaXtva, noxz de %tX1ct nevraxoaia ffvvtnXqQov fiera noXvTeXeffTccrrjg xaratfaevijg). Man ist also zur Annahme berechtigt, daß der Vers, des Buches Esther seinen Ahasverus als Typus für AntiochuS hat aufstellen wollen. Und je mehr man sich mit dieser Parallele vertraut nlacht, desto auffallender wird die Aehnlichkeit. Beachtenswerth ist folgendes Moment. Bei genauer Be» trachtung wird im Buche Esther für und gegen das Projekt zur Vertilgung der Judäer ein Finanzpunkt geltend gemacht. Haman findet es für nothwendig, dem König gegenüber zu be« tonen, daß der königliche Fiskus durch den Untergang der Judäer keine Einbuße erleiden werde (3,8) למלן אץ שיה ״ להניחםfür den König hat es keinen Werth, ste (die Judäer) am Leben zu lassen." Das heißt also, daS Erträgniß von den Einnahmen seitens der Judäer könne gar nicht in Betracht kom« men, sei ganz unbedeutend. Dagegen macht Esther in der An» klage gegen Haman dem König gegenüber gerade geltend: daß der Feind (Haman) nicht aufwiegt den Schaden des Königs eta*«»8t«ntl, xxxv1t 32

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