Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Der historische Hintergrund und die Abfassungszeit des Buches Esther und der Ursprung des Purim-Festes
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 5)
- Language
- German
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Esther unhMr Ursprung bt$■:-Pu-rim-Feftr^.f-;:;? , t 42% Stand der jndäischen Theologie, oder die niedere- StMnng des׳ israelitischen Volkes in der.göttlichen. Gnadeiiwaltung 'zu .Mer. Zeit habe andeuten wollen, alle diese Erklärungsversuche erweis sen sich zu sehr als ׳Nothbehelfe. als daß es uöthig-wäre, sie zu widerlegen.<-Offenbar gehörte es zur Anlage,des Buches,.odss׳r. der Dichtung, den Eingriff der Gottheit ii: die Anfeinanderfolge der- Begebenheiten. A4cht.^fehD oder richtiger ihn nur ahnen zu lassen. Mit einem Worte, der Verfasser oder Dichter hat dMi^ ganz besonders eiM-T e n d e n z verfolgt. . . .. , Die Z e it, in welche die Begebenheiten, gesetzt .sind, ist,, höchst unbestimmt gehalten. .Alierdnrgs--.soll, der König der medopersischen Zeit augehöreu. Allein aus der andern Seite will der Vers, zu verstehen gebendaß die babylonische Exilszeit noch fortdauerte. Denn er hebt geflrssentlich hervor, daß Mardochai noch unter dem judäiscyen Könige Jechonsah exilirt wurde. (1. 6). Und zwischen Jechonjah's Exil unb der Restauration JerusaleM liegen mehr als 60 Jahre. Folglich wollte der. Verfasser damit andeuten, daß die Rückkehr ans bem babylonischen Exils damals noch nicht erfolgt sei. Daher spricht^Gmicht;. von der Wiederherstellung Jerusalems und des Tempels, selbstverständlich auch-, nicht von dem Vorhandensein der Judäer im Hennathlande, wozu er doch Gelegenheit genug hatte, zu schildern, welchen W^ruck das Exterminationsdekret ׳n Jud äa gemacht hat.- Es scheint, daß er ebenso geflissentlich die ZeMage, im Dunkel gelassen wissen wollte. .ץ,,. Ebenso unbestimmt läßt er die Auto r sch a f t des Buches. Indem zu Ende erzählt wird, daß Mardochai und Esther wiederholentlich an die Judäer Sendschreiben gerichtet haben, das Purim-FÄ stets M feiernso. ist damit deutlich genug gesagt, daA-tza^Osther-Buch pjM-von Mardochaiverfaßt sei. Nichts desto weniger ist in 9, 32 angKMet^ nls .W dahi^ Erzählte von Esther im Vereine, mit M<arhflchai.ün djes es