Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Studien zur Aggadah
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 7)
- Language
- German
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Studien zur Äggadah. M einheitliche Geschlossenheit kein Zweifel bestehen kann, di h. die Pethichoth, sind es vornehndich, bei denen mitten inne zuweilen sich deutlich fremde und ungehörige Bestandteile "erkennen lassen, welche der eigentlichen Tendenz, dem wesentlichen Zweck der Gedankenreihe, zwischen die sie gerathen sind, nicht diesittt und daher zu Unrecht an dem ihnen angewiesenen Platz, oder in den Kontext des Ganzen ausgenommen erscheinen. Z. B. die erste Pethichah von Piska 1 (Jhrg. 1885 S. 21t auf deutsch übertragen); dieselbe gruppirt die einzelnen Midraschstücke UM den Streitpunkt, ob Gott gleich mit der Weltschöpfung seinen Thronsitz auf die Erde verlegt habe, oder ob dies erst nach Fertigstellung des Stiftzeltes ein getreten sei. DazünsWn läüfert jedoch zwei Absätze unter (oben in der deutschen Uebersetzuüg durch lateinischen Schriftcharakter heroorgehoben), welche sich j schlechterdings damit nicht züsammreimen lassen, der eine von R. Chanina, welcher dem Bräutigam der Braut gegenüber Höf» 1 lichkeit empfiehlt, und der andere von R. Ajbu, welcher Angaben j über die Statur Adams nach dem Sündenfall macht. Beide j Absätze stören sogar den Gedankengang und beeinträchtigen die Mebersichtlichkeit der ganzen Pethichah. — Die erste Pethichah!»cm Piska 12 (S. 101a); dieselbe benutzt Prov. 31,29. 30. 431. רבות במו! עעו חיל וב׳ zum Text einer Homilie über das Zeit« Walter des Mose, ח׳ Miח ׳»« wird auf Mose selbst bezogen, Eworauf dann die Pethichah in folgender Weise schließt: ״G eb et i h r von der Frucht ihrer Hände und lobet 1״ f i e in den Thoren o b ihrer Werke": — Es!,sagte R Jose bar Jirmijah: warum vergleicht man (in Lder h. Schrift) die Propheten mit Frauen? weil, wie die Fraa "j״sich nicht genirt, die Bedürfnisse ihres Hauses von ihrem!״Gatten zu fordern, die Propheten ebenso wenig sich geniren,!״dieBedürMsse Israels von Gott zu fordern. — Gott spricht' dä-!״mit zu Israel: meine Kinder! leset diesen Schriftabschnitt jegliches! 86♦