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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 8 · p. Seite 361

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension] / R.
Date
1886-01-01
Page
Seite 361 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Zeitschrift für die Geschichte der Juden mKeutschland. 361 der schließen, daß diese in nach Kirchen gegliederten Gemeinden Magistratspersonen wurden. Selbst, daß ein getaufter Jude Bürgermeister wurde, äst Herrn Höniger beweiskräftig für seine These von der kürzerlichen Gleichstellung der Juden. Er meint ,wenn an einem Orts und zu derselben Zeit eine größere Anzahl von» sei es auch getauften Juden in Rang und Würden stehen, kann von einer solche« gedrückten und verachtete« Stellung Herl Juden überhaupt wohl nicht die Rede sein". Wir wollen nicht in die alten Zeiten zurücksteigen. War in den fünfziger Jahre«, als Stahl das! Orakel der regierenden Parthei in Preußen war» nicht die Stel»! luug der Juden gerade bei der Adelsparthei gedrückt und verj achtet genug? Das hat nicht gehindert, daß getaufte Juden i hohe Aemter und einflußreiche Stellungen gewonnen haben, daS j war vielmehr die Lockspeise, die man schwachen Gemüthern hin-! hielt. , j Herr Höniger erzählt uns» daß einem Kölner Probst. aus z dem Anfang des zwölften Jahrhunderts, also kurz nach den j Verfolgungen, der freundschaftliche Verkehr mit der dortigen j Judenschaft nachgerühmt wird; in der Anmerkung aber lesen s mir aus der citirten Quelle, daß diese Freundschaft keine echte I gewesen, sondern daß er nur, was die Kreuzfahrer mit Gewalt j erstrebten, die ״Herzenshärte der Juden" zu brechen, durch Schmei- J chelei und Liebenswürdigeit erreichen wollte; daß es gerade Köl« ner Juden waren, mit denen er verkehrte, geht aus der Stelle nicht | hervor, wenn wir auch dis Möglichkeit, daß sich in Köln eine kleine Judengemeinde wieder gebildet hatte, nicht unbedingt in j Abrede stellen können. j Die Häufigkeit deutscher Namen bei ungetansten Inden scheint Herrn H. ein Beweis für die ungezwungene Annäherung christlicher und jüdischer Kreise; daß die deutschen Männeruameu bei Juden nicht fo gar häufig waren, gisbt er im Fol« G ra«L»8rankt, Monatsschrift XXXV »- 24

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