Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. SSt rielleicht dient auch zur Entschuldigung, daß, wie bei mancher Nusstellung zum Eröffnungstermin die besten Bilder fehlen, und denn eben die Ausstellung ohne die Treffer eröffnet werden muß, so auch hier die guten Artikel noch nicht da waren, als das erst! Heft gedruckt wurde. Diese guten Ärtikel, sie werden sicherlich noch kommen; der schlechte Eindrück des ersten Heftes wir) verwischt werden. Offenbar um einem tiefgefühlten Bedürfniß abzuhelfen, be« scherkt uns Or. Jacob Auerbach mit einem Aufsatze: Moses Mendelsohn und das Judenthum. Dieser Aufsatz nimmt fast die crste Hälfte des ganzen Heftes ein; der Verfasser ist in den letzten Jahren dadurch weitern Kreisen bekannt geworden, daß er der Adressat der zwei Bände'-Briefe ist, die Berthold Auerknch mit der Absicht einer spätern Veröffentlichung während Mehrern Jahrzehnten an ihn gerichtet hatte, vr. Jacob Auerbach nur seinem berühmten Vetter gleichsam ein Briefbeschwerer oder, wmn das bester klingt, ein Archiv für allerhand Notizen, und da >em lebhaften Naturell Berthold Auerbach's die Form des Tagebuchs, das stille Zwiegespräch mit sich selbst, nicht immer zusagte, sc war ihm die Adressirung an den Vetter eine willkommene Gstegenheit, um der Darstellung dieser Tagebuchsnotizen, dieser Gedätken und Eindrücke, welche das Leben ihm bot, eine frischere Färbung zu geben. Man erzählt von der Stael, daß sie einmal begeistert berichtete, wie gut sie sich mit drei jungen Herren unterhrlten habe, die eben von ihr gegangen seien? Erft in diesem Monente erfuhr sie, daß die drei Herren tanbstumm gewesen waren.' Nein['■ auf einen Gedanken aus tani ch waren dieBriefe Berttold Auerbachs trotz einiger höflichen Wendungen, die darin vorkonmen, im Wesentlichen nicht berechnet. Dieser Vetter ist nun iurch den Erfolg dieser Edition stolz geworden und fühlt sich verpflichtet der Menschheit sein Testament zu hinterlaffen; allcs Mögliche wird in dem Aufsatz, der den