Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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349 Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. euren Zelten, und ich reite froh in weite Ferne, über meine Mütze nur die Sterne". Auf das Frohgefühl seine Jndividualität zum Ausdruck zu bringen, wird kein Verständiger, der nur eine Individualität hat, verzichten um es All und Jedem recht I zu machen. Es wäre für Graetz Platz gewesen in der historischen j Kommission, es wird für ihn sicherlich noch Platz sein neben der j historischen Kommission. Es ist das nicht die erste Thorheit j oder vielmehr Schlauheit, die der Deutsche Gemeindedund begeht; es ist gewiß ja kein Zufall, daß die Berliner Gemeindebehörden den Bund fast ignoriren; als Referent vor kurzem in einer Gesellschaft, in welcher von den socialen Verhältnissen Berlins die Rede war, die Bemerkung machte, daß es in allen Berufsklassen Mühlendammer gebe, da wurde ihm ganz spontan von einer s Dame zur Bekräftigung ein Name genannt, der mit dem Ge- :1 j meindebund in ziemlicher Verbindung steht. Alle diese Unebenj heilen müssen nun einmal ertragen werden, aber wir dürfen j uns nicht im Uebereifer dazu Hinreißen lassen, etwa, wenn mir ן uns die sprichwörtliche Wendung gestatten dürfen, das schmutzige f Wasser fortzugießen, bevor wir reines haben. Also regen wir f uns nicht so sehr auf, daß wir in der Kommission ״den und f jenen sehen, der nicht da ist" sondern erfreuen wir uns an den j Männern, die da sind, die sich zu dem verdienstlichen Werke j vereinigt haben. •i Freilich über einen Punkt kommen wir beim besten j Willen nicht hinweg. Wie steht es bei allen den Herren mit j dem Hebräisch Lesen? Wir reden hier nicht von den christlichen!] Gelehrten, bei denen diese Kunde außerhalb ihrer Berufsstubien! liegt» sondern wir meinen bei unserer Frage die jüdischen Mänl ner, die der Kommission für die Geschichte der Jude» in Deutsch- I land angehören. Ja vielleicht ginge es noch, wenn diese mittel. I alterlichen Juden so liebenswürdig gewesen wären, die Vocalisation zu punktieren, wie man es in jedem hebräischen Gebet-