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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 8 · p. Seite 345

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 8
Article
Stellung der kleinasiatischen Juden unter der Römerherrschaft
Date
1886-01-01
Page
Seite 345 (sequence 17)
Language
German
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Die Stellung der kkeinasiatlschen Juden unter der Römerherrschaft. 3*5 Religionsübungen, verboten ihnen zum Gottesdienste sich zu versammeln und Spenden zum jerusalemischen Tempel zu senden. Und da nun damals wieder Soldatenaushebungen betrieben wurden, die scheinbaren Republikaner, d. h. die Partei deS Brutus und Cassius, wider die ELsarianer, und diese wider jene, so sollten die jonischen Juden in Ephesus und andern Städten wiederum zum Kriegsdienste gezwungen und gelegentlich auch ihrer Religionsfreiheit beraubt worden. Die Griechen behaupteten fort und fort, da die Juden nicht die griechischen Götter verehren, dürften sie an den städtischen Rechteil keinen Antheil haben und zu Heloten degradirt werden >). Die Letzter« scheinen sich an ihren Schutzherrn, den Ethnarchen Hyrkan, deswegen gewandt zu haben, und dieser beauftragte einen Gesandten Alexander, Sohn des Theodoras, in seinem Namen den damaligen römischen Machthaber in Jonien, den Mitkonsul des damals mächtigen Markus Antonius, anzugehen, die Juden auch d iesmal vom Kriegsdienste zu befreien. Dieser Macht» Haber, Publius Cornelius Dol ab alla, welcher abgeordnet worden war, sich in den Besitz von Syrien zu setzen, aber sich auf seiner Reise dahin längere Zeit in Kleinasien aufgehalten hatte, gewährte daraufhin mit Berufung auf frühere Beispiele die Befreiung von der Aushebung, und richtete ein, seinen Willen enthaltendes Dekret an den Magistrat von Ephesus (43 vor, etwa im Monat März). Die in diesem Dekret wiederholten von Hyrkan angegebenen Gründe für die Befreiung lauten anders, als diejenigen, welche der Redner Dosithevs sechs Jahre vorher dafür geltend gemacht hatte (o. S. 335). Hyrkan erklärte und Dolobella wiederholte es zur Kenntnißnahme für die Ephesier, daß die Juden überhaupt nicht in den Krieg ziehen könnten, weil sie *) Vgl. Jos. Alterth. XII, 3,2. Traetz«Fr«n»l. Wo»aUsch«ift »xrvs. 23

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