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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 8 · p. Seite 346

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 8
Article
Stellung der kleinasiatischen Juden unter der Römerherrschaft
Date
1886-01-01
Page
Seite 346 (sequence 18)
Language
German
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346 Die Stellung der kleinasiatischen Juden unter der Römerherrschaft. an den Sabbattagen weder Waffen tragen noch Märsche machen dürften, und weil sie sich im Kriege nicht mit solchen Nahrungs- Mitteln versorgen könnten, welche ihnen nach ihrem religiösen Brauch gestattet sind. — Auch ermahnte Dolobella die Ephesier auf Hyrkans Gesuch, die Juden ihrer Stadt in ihren Religionsübungen nicht zu stören. So von den Römern begünstigt, mußten ihnen die boshaften kleinasiatischen Griechen immer und immer Concessioney machen und ihre Chikanen gegen sie einstellen '). Erwähnenswert!» ist es auch, daß die jonischen Juden, sy entfernt sie auch von Jerusalem, dem Sitze der religiösen Gesetzgeber waren» streng an ihren Neligionsgesetzen festhielten. Daraus läßt sich ohne weiteres schließen, welches Ansehen die Centralbehörde, das, Synhedrin in Jerusalem, bei den Glaubensgenossen in der Diaspora hatte, von dem allein die religiöse Gesetzgebung für d,as, was verboten und erlaubt ist, bestimmt wurde. Politisch unmächtig, hatte das Synhedrion eine ungeschränkte und willfärig anerkannte Autorität für die Juden im römischen Reiche, wie in Partien. Oefter noch mußten, die Kleinasiaten, ermahnt werden, die Religionsfreiheit der Juden nicht anzutasten. Der Kaiser Augustus und sein Minister Agrippa mußte wiederholt zu ihren Gunsten interveniren. , Es ist aber kein Anhaltspunkt vorhanden, wie es ihnen unter den verworfenen und tollhäuslerischen Kaisern ergangen ist, da diese für sie eben so wenig Interesse hegten, wie,für die Gerechtigkeit und Menschlichkeit. ') Das. § 11—12.

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