Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Stellung der kleinasiatischen Juden unter der Römerherrschaft
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 6)
- Language
- German
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- Cicero 1× ep/1024888
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334 Me Stellung der klemastatischen Juden unter der Römerherrschast. Diese günstige Stellung der jonischen Gemeinden erlitt j eine Trübung zur Zeit der Unterjochung Judäa's durch l Pompejus (63) in Folge des Bruderkrieges Hyrkan-Aristobul. k; Obwohl dieser durch leichte Siege emporgehobene römische Feld- | Herr nicht den mindesten Grund hatte, sich in den Bruderkrieg jj in Judäa einzumischen, so betrachtete er doch Aristobuls Wider.! stand gegen seine anmaßlichen Befehle als Auflehnung gegen Rom! Md seine Würde, und in Folge besten gab die Pompejanische Partei und überhaupt solche Römer, die an der Erniedrigung der Ju, den ein Interesse hatten, sie sämmtlich als Feinde Roms aus. f Die jonischen Juden, deren Sympathie gewiß für ihre Brüder in der Heimath rege war, wurden gewissermaßen dafür verantj wörtlich gemacht, daß Jerusalem sich mehrere Monate gegen die jj Belagerung von Seiten der Römer vertheidigt hatte. Ein g Jahr nachdem Judäa ein Clientel-Land Roms geworden war, | scheute sich ein Prätor Flacrus nicht, die Tempelspenden, welche | vier jonische Gemeinden zusammengelegt hatten (200 Pfund Gold, jj von Pergamum, Adramythium, Apamea und Laodieea) einzuziehen. f Und da der saubere Flaccus überhaupt wegen Unterschleifs angeklagt j war, und Cicero seine Vertheidigung mit sophistischen Gründen übernommen hatte, rechtfertigte dieser das von Flaccus began»! gene, von den Römern gewissermaßen als Tempelraub angesehene Verbrechen damit, daß die Juden in dem Widerstande gegen | Pompejus feindselige Gesinnung gegen Rom kund gegeben hätten, demnach überall vogelfrei wären. Seitdem begannen für die jonischen Juden böse Tage. Die Griechlinge in den jonischen s Städten, voll feindseligen Geistes gegen sie, chikanirten sie, wo? sie nür konnten und machten ihnen die bürgerliche Gleichheit streitig. Ganz besonders übten die Archonten in den Städten \ Ephesus, Sardes, Milet, Tralles, Halikarnaß, Laodieea Feindseligkeit gegen ihre jüdischen Mitbewohner. Sie zogen sie an Sabbat und Festtagen vor Gericht, verboten ihre gotteSdienst»