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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 7 · p. Seite 287

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 7
Article
Der Abschluß des Kanons des alten Testaments und die Differenz von kanonischen und extrakanonischen Büchern nach Josephus und Talmud
Date
1886-01-01
Page
Seite 287 (sequence 7)
Language
German
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kanonischen und extrakanonischen Büchern nach Josephus und Talmud. 287 S i r a b a x f man lesen. Den ex abrupto wird weiter angegeben: ר' יוסף אמר בספר בן סידא נ ם י אסור למקרי. Wenn in Akiba's Ausspruch gelegen haben soll, daß Ben-Sirä ein ketzerisches Buch sei, so wäre dieser Zusatz, daß man dieses Buch auch nicht lesen dürfe, völlig überflüssig. Die Partikel m auch, weist im Gegentheil darauf hin, daß ursprünglich der Passus (תנא בספרי צדוקים (מעץ einen Zusatz enthalten habe!: muß: אבל ספר בן סירא מותר לקרוימ בו. Darauf paßt nun R' Josephs' Pemerkung: auch dieses Buch dürfe nicht gelesen werden '). Folg׳ lich muß die Stelle im jerus. T. ursprünglich eben so gelautet haben: הקורא בספרים החיצונים כגון ספרי המינים אבל ספרי בן סירא וספרי בן לענה וכל ספרים שנכתבו מכאן ואילך מותר לקרות ס. So harmonirt diese Schätzung mit der in Tosefta von der völligen Gleichheit des Ben-Sirä- Buches mit andern Schriften, welche von da an und später geschrieben sind. Sie gelten nicht als heilige Schriften, aber gelesen dürfen sie werden* *). Es ist.dieselbe Unter- 3 (י)et Talmud selbst weiß keinen Grund zu finden, warum Ben- Sira von der Lectüre ausgeschlossen werden soll: אמר ליה אביי מאי סעמא? אילימא; : ‘. Zuletzt wird als Grund angegeben, weil darin Mgeschmakthßiten . vorkämen. Diese AbgeschmaMeiten finden sich aber keinesweges in Sirach, sondern sind eineyr PseudoMirach in chaldäischer Sprache entnommen. Zum Schluß giebt derselbe R' Joseph zu: dH man das Vernünftige und Ethische darin nicht bloß lesen, sondern auch in Mesnern öffentlichen Vortrag verwenden dürfe : אמר ר:. יוסף : מילי מעלייתא דאית ביה ד ר ש י ג ן להו י אשה" טובה מתנוק טובה. Es werden eine Rßjhe von hebräischen Sentenzen citirt, die sich im echten Sirach wirklich finden. Von diesen sagt R. Joseph selbst ו־דשען, d. h. mau dürfe sich ihrer in einem Vortrag bedienen. *) Auch die Motivirung zum Schluffe להניון נתנו bezieht sich auf Sirach und verwandte Schriften, ׳ daß man sie wohl l e s e n dürfe, aber nicht sich darin mit Anstrengung so vertiefen soll, wie in die heilige Schrift. Das ist aus der Parallelstelle erwiesen (Midrasch Kohölet gegen Ende) .כל המכנים בתוך ביתו יותר מכך׳ ספרים מהומה הוא מבניס בביתו חגלה להגות נתנו ולא ליגיעת בשר p כגון ספר בן סי ר א וספר נתגו. Man muß nur recht verstehen, was להגות und להגיון bedeutet. Das Verb. הגה bedeutet sicher im Neuhebräischen lese n. Es wird auch

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