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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 7 · p. Seite 284

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 7
Article
Der Abschluß des Kanons des alten Testaments und die Differenz von kanonischen und extrakanonischen Büchern nach Josephus und Talmud
Date
1886-01-01
Page
Seite 284 (sequence 4)
Language
German
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284 Der!Abschluß -es Kanons des alten Testaments und die Differenz voll besonders auf Betonung der Glaubwürdigkeit des Geschichtsinhaltes an, so verstand er unter den e'xaö'ia, den einzelnen nachprophetischen Schriften, nur historische. Er meinte sicherlich zunächst das erste Mak kab ä e rb nch, das er in den Alterthümern benutzt hat. Sodann dachte er wohl auch an das apokryphische Buch Esra, aus dem er auch Geschichtliches entnommen hat, und das ihm vollständiger vorgelegen haben muß, da er manche Fakta aus der Zeit׳ der Kämpfe zwischen Judäern und Chuthäern nur aus diesem Apo-- kryphon entlehnt haben kann. Das Kriteriunl für Kanonicität und Extrakanonicität nach Josephus ist nun klar. Kanonisch sind sämmtliche biblische Bücher, welche von den Propheten selbst verfaßt sind. Die letzten Propheten lebten noch zur Zeit Dar ins, Lerxes und Artaxerxes, folglich sind auch Esra-Nehemia und Esther kanonisch. Dagegen können historische Bücher, welche nach der Prophetenzeit verfaßt sind, wie das Makkabäerbuch und andere nicht Anspruch auf Kanonicität machen. Eine ähnliche Anschauung vom Kanon herrscht auch in der talmudischen Literatur und dadurch enthält sie eine wunderliche Chronologie von der Perserzeit. Das Seder Olam, welches R' Josö zugeschrieben wird, giebt in den letzten drei Kapiteln die nachexilische Geschichte, und zwar eigenthümlich chronologisch zugestutzt. Im letzten Kapitel wird das Buch Daniel berührt, selbstverständlich als ein prophetisches, das auch von Alexander Macedonicus und der Theilung seines Reiches geweissagt habe. Diese Angabe schließt mit den Worten: עד כאן היו הנביאים מתנבאים מכאן ואילך הט אונך ושמע דברי חכמים. Das will sagen: die biblische Geschichte ist durch die Propheten bewährt, von da an und weiter haben Weise Geschichte und Chronologie überliefert. Die Chronologie wird dann weiter gegeben, daß das persische Reich 34 Jahre bestanden habe, das griechisch-mace-

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