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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 7 · p. Seite 283

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 7
Article
Der Abschluß des Kanons des alten Testaments und die Differenz von kanonischen und extrakanonischen Büchern nach Josephus und Talmud
Date
1886-01-01
Page
Seite 283 (sequence 3)
Language
German
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kanonischen and extrakanonischen Büchern nach JosephuS and Talmüd. 283 einerseits die P s al m e n und gewiß auch die K l a g e l i eder, andererseits hie S a l o m o n i s ch e n Sprüche und das Buch Hiob. Josephus beschließt dieses Thema mit den Worten: ״von der Zeit des Artaxerxes bis auf unsere Zeit ist zwar «och manches Einzelne ausgeschrieben worden; aber es hat nicht die gleiche GIgubwürdigkeit, wie die vorher niedergeschriebenen Bücher, :ro t il sie nicht die genaue Ueberlie« fernng der Propheten haben'). Die Grenzbestimmung für Kanonicität und Extrakanonicität ist demnach bei Jo« sephus unverkennbar. Was die Propheten Historisches ausgezeichnet haben, ist eo ipso kanonisch. Alles Spätere dagegen, wenn auch Historisch wichtig, ist extrakanonisch und habe daher nicht den Charakter unzweifelhafter Wahrheit. Die Propheten hätten noch zur Zeit des Artaxerxes Bücher niedergeschrieben, und darum seien auch die Erzählungen, welche aus dieser Zeit stammen, kanonisch glaubwürdig. Er sagt also auch deutlich, daß manche Schriften (historischen Inhaltes) in der nachprophetischen Zeit verfaßt worden seien. Was er unter den nach dem Erlöschen der Prophetie verfaßte verstanden hat, ist selbstverständlich ungewiß. Das Hohelied und Koholet kann er damit nicht gemeint haben; denn sie sind nicht historisch. Eben so wenig kann er an das Sprnchbuch Sir ach gedacht haben, weil es eben so wenig historisch ist. Denn ihm lag nur daran, die G es ch ich te der Israeliten als glaubwürdig zu betonen. Ihre Glaubwürdigkeit sei dadurch bezeugt, daß sie in den Büchern enthalten sei, welche die Propheten uiedergeschrieben hatten, und dadurch werden sie als göttlichen Ursprungs angesehen. Kann es ihm ganz ') ’And S'e ’AQta^sQ^oov /xe%qi tov Kai)’ ijfiäg yodvov y e y iß am 1 ßsv § k a ata, niaremg de ov% bfioCag t] 24 ־ atti toZg nqd avrd5v, dla %d (irj yiveffd'cce■ Trjv twv 7t(> 0 (p r)Twv ä k q iß r\ d1ado%ryv. 19•

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