Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die allerneueste Bibelkritik, Wellhausen-Renan
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 17)
- Language
- German
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Die allerneueste - Bibelkritik, Wellhaussn-Renan. S4S nicht einmal, den Dekalog! — er: hat, ׳'wie vieles Andere, so auch das übersehen, das! an nicht wenigen Stellen auf ein solches geschriebenes'Gesetz hingewiesen wird. Amos ' im 9. Jahrhundert wirft dem Reiche Juda vor, daß es die göttliche S atzung nicht bewahrt habe4״<2)׳) k«, על מאסם ארו תורת ה׳ חקיז לא שטח• Was bedeutet denn v>pn? Doch etymologisch nichts Anders als ein gegrabene Bestimmungen! W. muß noch zugeben, daß die Genesis der vordeutöronomischen Zeit angehört, und in dieser wird es Abraham zum Verdienst angerechnet (26,5) וישמר משמרתי משתי רקתי ותורתי. Wenn es nicht eine banale Tautologie sein soll, setzt es doch voraus, daß eS eins. Gesetzsammlung gegeben haben müsse, in welchem bereits verschiedene Theile und Gattungen unterschieden waren. Waren doch zur Zeit Jesaia's ungerechte Gesetze niedergeschrieben0,1!)׳), wie sollte der Prophetenkreis sich nicht aufgefordert fühlen, Gefetze der Gerechtigkeit nNd ^Sittlichkeit, der reinen GotteserkcnntniW niederzuschreiben? Bestätigt ist doch diese Thatsache durch den nur scheinbar dunkeln V. (Hosea 8, II) אכתוב לו רמו תורתי כמו זר נחשבו, worin man nur den richtigen Sinn finden kann, wenn man statt des unverständlichen üh ober רבי liest ן־כרי, also: ״ich habe für es (das׳Volk) die Worte meiner Lehre a nf g e schri eb e n , sie wurden aber als Fremdes geachtet". So kann denn doch תורח hin und wieder eine niedergeschriebene Lehre bedeuten. Will man nicht zur lächerlichen Zuflucht greifen will, daß diese Gesetzessammlung nicht mit dem Pentateuch identisch, sondern verloren gegangen sei, so wird man nothwendiger Weise zugestehen müssen, daß mindestens ein Theil des legislativen Pentateuchs zur Zeit der ältern Propheten vorhanden war. Was den sog. Priestercodex betrifft, so kann nur die Voreingenommenheit ihn jung machen. Es kommen Wörter darin vor, welche ihr hohes Alter documentiren : das Wort אזכרה, an dessen etymologischer Erklärung man verzweifelt, ist gewiß uralt. «»»»tz-Srankl, MosatSschM nxv «■ 17