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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 6 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 6
Article
Die allerneueste Bibelkritik, Wellhausen-Renan
Date
1886-01-01
Page
Seite 246 (sequence 14)
Language
German
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216 Die allerneuestst Hibelkrittk, Wellhauseii-Renair. Uebersetzung verräth. So schon der Eingang : "HXtoy iyv<ö(>1<re iv ovqavm, hebräisch wohl: עליון גורע בשטים (ober ein anderes Verbum) vor den Worten im Texte: ה׳ אמר לשכן בערפל. Diese Partie, wozu eben V. 12 gehört, war geschrieben ״im Buche des Liedes". Durch diese Angabe wird Renan's Hypothese von zwei Seiten dementirt. Die Eintragung von Liedern in die Sammlung des Buches Ha-Schir hat noch in der Salomonischen Zeit fortgedauert, und dann, daß darin auch poetische Stücke re lig i ö s e n Inhalts ausgenommen worden sind. Wer so apodiktisch über den Ursprung der Bibel spricht, dem dürfte diese Notiz nicht entgangen sein. Trotzdem setzt Renan weitläuftig und mit Aplomb auseinander, daß ein Theil des geschichtlichen Pentateuchs im Zehnstämmereich schriftlich ausgezeichnet worden sei, ein anderer Theil aber im Reiche Juda — selbstverständlich ohne einen stichhaltigen Beweis. In der Zeit des Königs Chiskija, in welcher die Schreibekunst allgemeiner geworden sei. seien beide Partien combinirt worden» und das sei also der Bestandtheil des Geschichtlichen im Pentateuchs, bestehend aus zwei verschiedenen Quellen (welche die deutschen Bibelkritiker als elohistische und jehovistische oder sonst wie bezeichnen). Mit lebhafter Pnantasie bemerkt er: In der Stunde, in welcher diese Combination zweier Quellen gemacht worden, sei das Christenthum und der Islam im Keime vorhanden gewesen! Eine wunderliche Phantasie! Als ob das Christenthum und der Islam durch die Geschichtchen von der Weltschöpfung, von der Sündfluth, von Noa. der den Weinstock gepflanzt hat (dem Sorgenbrecher, worauf sich nach Renan מחטנו m beziehen soll), von dem Raub Sara's durch Pharao und Abimelech, von Lots Töchtern rc., als ob diese Töchterreligionen des Judenthums nur dadurch erweckt worden wären! Selbst die Anknüpfung gn h!en Sündenfafl sst Ja

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