Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 5 · p. Seite 210

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 5
Article
Xenophanes, der angebliche Vertreter des Monotheismus unter den griechischen Philosophen
Date
1886-01-01
Page
Seite 210 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829612-2829618-2876133--23513-2876163
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

210 Lenophanes, bei angebliche Vertreter des Monotheismus 3 zuzusprechen, wenn dieselbe nicht bloß in zweideutigen Worten | anerkannt, sondern die Vielheit der Götter ebenso. unzweideutig J zurückgewiesen wird. Keine Spur einer solchen unumwundenen | Zurückweisung des Volksglaubens zeigen uns die Fragmente des 36. Ihr Wortlaut stimmt vielmehr . . . dem Götterglauben des | griechischen Volkes offen zu". ß Den Berichten aus späterer Zeit, welche allerdings bezeujj gen, ״daß man einige Jahrhunderte nach 36. demselben die k Lehre von der Existenz Eines Gottes mit Ausschluß jeder Art j von Vielgötterei zugeschriebsn hat", ist, so wird weiter (S. 17 j und ff.) nachgewiesen, Mne entscheidende Bedeutung beizulegen, I da die übereinstimmenden Zeugnisse auf die pseudo-aristotelische, < unmaßgebliche Schrift äs Llslisso theils unmittelbar, theils mittelbar zurückgehen, während die übrigen eine andere Erklärung | erfordern. — Wir müssen es uns versagen, ausführlicher auf die \ Beweise hierfür einzugehen, weil wir sonst dis ganze streng gegliederte und mit bewundernswerther Präcision der Beweisführung abgefaßte Schrift reproduciren müßten, und fügen uur noch, indem wir ganz besonders auf die im geschichtlichen Zusammenhange dargestellte Lehre des 36. verweisen (S. 26 und ff.) hinzu, was wir als Resultat der Untersuchung ans den letzten Seiten finden. 36. hat allerdings die pantheistische Lehre von der göttlichen Einheit das Universums ausgesprochen, hat gelehrt, daß die Vielheit der Dinge in einer göttlichen Ureinheit wurzele; dies schließt jedoch die polytheistische Weltanschauung keineswegs aus, die wir aus den Fragmenten, wie aus den Referaten zu. verlässiger Berichterstatter als die Anschauung des 36. kennen? gelernt haben. (S. 28). Es wird sodann nachgewiesen, ״wo die Göttervielheit im Systeme des 36. ihren Platz findet" und wie man sich diese Götter nach seinem Systeme denken könne (S. 28 und ff.). ״Wie die früher angeführten Verse", so heißt es darauf S. 30, ihre Erklärung nur durch die Annahme finden,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.