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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 4 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 4
Article
Ein Wort über das jüdische Gebet
Date
1886-01-01
Page
Seite 160 (sequence 5)
Language
German
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160 Ein Wort über das jüdische Gebet. führen, vor wem wir beten. In der ersten Benediction (Abot) wird uns zum Bewußtsein gebracht, daß es der Gott unserer Väter ist, zu dem wir uns bekennen, und vor den wir hintreten, der Schöpfer des Alls, als welchen ihn Abraham, mit dem unser Geschichtsleben beginnt, erkannte, der Lenker der Geschichte, der da gedenket der Gnade, oder besser des Bündnisses der Väter, und Heil und Erlösung sendet ihren spätesten Nachkommen. Die Form einer ברכה lautete wohl ursprünglich בחך oder auch ברוך אחה, wie sich bereits in der Bibel diese Form zwei Mal findet, und scheinen erst später, wenn auch schon in der taimndischen Zeit, die Worte: ״ טלך העולםKönig der Welt" hinzugekommen zu sein; bei einer Gruppe zusammengehöriger Berachot, wo die erste gewöhnlich mit בחך beginnt und schließt, die darauf folgenden aber ohne Weiteres angereiht werden, wie אהבת עולם ,אתה גבור, und nur mit ברוך schließen, finden sich die Worte: ״König der Welt" am Anfänge der ersten Benediction; in der שמנה עשרה aber sprechen wir sie auch hier nicht, von dem richtigen Gefühle geleitet, daß dieselben hier den Zusammenhang stören würden, indem die Worte: Gepriesen seiest Du unser Gott, wie der Gott unserer Väter eng zusammen gehören und durch keinen Zusatz unterbrochen werden dürfen. Die ganze Stelle lehnt sich, wie bereits die Mechilta bemerkt, an die dem Moseh am Dornbüsche gewordene erste Offenbarung an, wo der Ruf an ihn erging : ״Ich bin der Gott Deines Vaters, der Gott Abrahanls, Jizchaks und Jaakobs" und ferner: ״So sprich zu den Kindern Israels, der Ewige, der Gott Eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks und;bet Gott Jaakobs sandte mich zu Euch, dies ist mein Name für immer, und dies mein Angedenken für Geschlecht und Geschlecht". Die nächststehenden Worte: ״Großer, mächtiger und erhabener Gott", sind bekanntlich ebenfalls einer Stelle aus dem fünften Buche der Tora entlehnt, und die darauf folgenden

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